Schwacher Auftritt auf dem Bözberg

Zufriedenstellendes Comeback von Simon Schär nach längerer Verletzungspause

Beim letzten Test vor dem Solothurner und Aargauer Kantonalschwingfest zeigte der Schwingklub Zofingen einen enttäuschenden Auftritt. Am Bözberg Schwinget vermochte selbst Leader Patrick Räbmatter mit Platz sieben nicht zu überzeugen. «Ich liess heute meine Form zu Hause», sagte Räbmatter nach den sechs Gängen, von denen er nur drei gewann. «Ich erwischte einen schwachen Tag, den ich sofort abhaken muss», so der Uerkner. Der Auftakt mit dem Sieg über den aufstrebenden Freiämter Andreas Döbeli war standesgemäss. Dann taktierte Tobias Widmer geschickt. Der Oberentfelder lauerte auf Räbmatters Schlunggversuch in der letzten Minute und kam zu einem «günstigen» Plattwurf. Dieser Dämpfer warf «Räbi» aus der Bahn. Bei den Gestellten gegen Reto Leuthard und den Attelwiler Kai Hügli kam ihm technisch nichts in den Sinn. «Ich probierte, aber sie standen tief und warteten nur ab», erklärte Räbmatter. Nun gilt es vor den beiden «Kantonalen», die Schmerzen an der Bizepssehne wegzubringen.

Zweitbester Zofinger auf dem Bözberg war Simon Schär. Nach einer dreimonatigen Trainingspause aufgrund einer Schulterverletzung zeigte er sich mit drei Siegen auf seinen gefährlichen Gammen zufrieden. Zusammen mit Ilber Jusufi und David Baumgartner schauten für Zofingen nur 218 Punkte für den Amag-Cup heraus. Der sechste Zwischenrang nach vier von sieben Aargauer Klubschwingfesten ist – wie die Bilanz auf dem Bözberg – eine Enttäuschung.

Wolfgang Rytz, Zofinger Tagblatt vom 22. Mai 2018

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Für einmal Enea Grob bester Zofinger

71. Aargauisch Kantonaler Nachwuchsschwingertag auf dem Bözberg

Dem Zofinger Nachwuchs gelang am aargauisch kantonalen Nachwuchsschwingertag erneut eine sehr gute und geschlossene Teamleistung. Von neun Startenden eroberten fünf Jungschwinger den begehrten Zweig. Die beste Leistung zeigte dabei der Boninger Enea Grob.

Auf dem Bözberg gingen rekordverdächtige 288 Nachwuchsschwinger an den Start. Vor 720 Zuschauern zeigten sich die Thutstädter erneut in einem positiven Licht. Mit fünf Siegen und einer Niederlage realisierte Enea Grob mit dem dritten Rang für einmal das Spitzenresultat für den Klub. Knapp dahinter folgt der in dieser Saison nach wie vor unbezwungene Yanik Bucher. Zwei Gestellte gehen sehr defensiv eingestellte Gegner warfen den Rothrister aus der Entscheidung für einen absoluten Spitzenplatz. Bucher muss sich nun Gedanken machen, wie er in Zukunft auf solche Gegner reagieren will. Zudem ist der 15-jährige mit der Zusatzbelastung durch das Ringen und der damit verbunden Gewichtskontrolle beim Schwingen nicht immer optimal aufgestellt. Bester Regionaler war David Maeder (SK Aarau), der erneut den Kategoriensieg teilen musste. Der Mühlethaler überraschte Tobias Hengartner (Olten) im ersten Zug. Somit viel auch dieser aus Rang und Traktanden für den Schlussgang. Alle vier Regionalen sind jedoch auf dem besten Weg für eine Qualifikation an den Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag Ende August. Bei den Ältesten zeigte der körperlich unterlegene aber immer wacker kämpfende Matthias Müller (Strengelbach) eine lobenswerte Leistung, lebt er doch das olympische Motto “Mitmachen ist wichtiger als siegen“ in reinster Form vor. Bei den Jüngsten waren keine Thutstädter am Start. In den nächsten beiden Kategorien hingegen sind zwei Brüderpaare für die Zofinger Farben im Einsatz. Diese zeigten einmal mehr gute Schwingerkost. Tino Häfliger (Reiden) sicherte sich den Zweig wie meistens souverän. Sein jüngerer Bruder Nicola fehlte am Schluss das verflixte Vierteli zur Auszeichnung. Mehr Glück hatte Lunik Steffen (Kirchleerau) welcher gerade noch als letzter seiner Kategorie Anrecht auf einen Zweig hatte. Sein Bruder Leon hatte mit vier Siegen schon weit weniger Mühe auf dem Weg zum Zweiggewinn. Nach zwei Gängen führte David Gerber das Feld an. Danach landete der Zofinger leider noch vier Mal auf dem Rücken. Es fehlt aber nicht mehr viel zum Durchbruch. Mario Kunz (Brittnau) erreichte ebenfalls zwei Siege und zusätzlich noch einen Gestellten. Damit schlossen die Zofinger wesentlich besser ab als vor einem Jahr, als nur Yanik Bucher der Zweiggewinn gelang. Nun freuen sich die Burschen von Jungschwingerobmann Lukas Steiner (Reiden) auf ihr Heimspiel am Niklaus Thut Schwinget vom 10. Juni.

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Ein paar Impressionen

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Grandiose Teamleistung des Zofinger Nachwuchs

Baselstädtischer Nachwuchsschwingertag

Zwei Tage nach den Aktiven nutzen die Nachwuchsschwinger die Anlage in der Basler Sandgrube für ihren Kantonalen Nachwuchsschwingertag. Der Zofinger Nachwuchs zeigte unisono eine herausragende Leistung, so dass gleich fünf Zweige erobert werden konnten.

201 Burschen kämpften um die begehrten Auszeichnungen, darunter sieben aus den Reihen der Thutstädter. Zwar blieb für einmal der Kategoriensieg aus, dafür konnten für einmal fast alle mit dem Zweig die Reise nach Hause antreten.

Bei den Zweitältesten blieb Yanik Bucher (Rothrist) einmal mehr unbesiegt. Der überraschende Gestellte im dritten Gang warf ihn aber schon früh aus der Entscheidung um den Tagessieg. Gegen den ultradefensiv eingestellten Raphael Schreiber (Mägenwil) gingen Bucher für einmal die Ideen aus. Gegen seinen Freund und Dauerrivalen Tobias Hengartner (Olten) kam es im fünften Gang neuerlich zu keinem Resultat. Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. David Maeder (Mühlethal, SK Aarau) konnte so mit grossem Vorsprung in den Schlussgang einziehen. Tobias Hengartner gewann aber den Abnützungskampf nach nach 6:47 Minuten am Boden mit Nachdrücken. Somit schloss er zum Mühlethaler auf und die beiden teilen sich den Kategoriensieg. Bucher wird hinter den beiden guter Zweiter. Enea Grob, der weitere Trumpf in dieser Kategorie aus den Zofinger Reihen, wird nur einmal bezwungen. Der Boninger Schlacks bringt den Zweig dank drei Siegen mit der Maximalnote und zwei Gestellten gerade noch so ins Trockene. Somit für alle vier Jungs aus der Region im grünen Bereich Richtung Saisonhöhepunkt ENST unterwegs.

Die beiden Brüderpaare in den Reihen der Zofinger zeigten sich ebenfalls von ihrer besten Seite. Die beiden Kirchleerauer Leon und Lunik Steffen konnten jeweils vier Siege und zwei Niederlagen für sich verbuchen. Dies reichte bei Beiden für die begehrte Auszeichnung. Beinahe wäre dieses Kunststück auch den beiden Brüdern Häfliger aus Reiden geglückt. Tino als Älterer schloss sich resultatemässig den Steffens an. Nicola hatte bis zum letzten Gang ebenfalls die Chance auf einen Zweig. Leider gilt im dieser mit einer Niederlage noch aus der Hand. Für die Zukunft darf er aber weiter optimistisch sein. David Gerber (Zofingen) starte mit einem Sieg in den Tag. Leider riss dann der Faden und er musste sich trotz kämpferischer Leistung seinen weiteren Gegnern beugen.

Jungschwingerobmann Lukas Steiner (Reiden) war mit der Leistung seiner Jungs natürlich mehr als zufrieden: „Nach der Baisse vom letzten Wochenende im Zurzibiet kam von allen die notwendige Reaktion. Wir sind für das Aargauer Kantonale vom nächsten Samstag auf dem Bözberg bestens gerüstet“ fasste er die Ergebnisse am Ende des Tages zusammen und blickte optimistisch in Richtung des nächsten Höhepunkts.

Zweige

Alle

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Dank Räbi im Soll

Baselstädtischer Schwingertag an Auffahrt

Beim Nordwestschweizer Kranzfestauftakt am Baselstädtischen Schwingertag erreichte Patrick Räbmatter den erwarteten Kranzgewinn für den Schwingklub Zofingen.

Am Schluss stand der 27. Kranz für das Aushängeschild des Schwingklub Zofingen und Umgebung (SKZ) auf der Kippe. Patrick Räbmatter bemühte sich beim Baselstädtischen Schwingertag gegen den Nordostschweizer Gast Dominik Schmid mit seinem gefürchteten Kreuzgriff zweimal vergeblich um den siegbringenden Wurf. Da riskierte der 26-jährige «Eidgenosse» aus Uerkheim schon im dritten Zusammengreifen einen Schlungg. Nur dank seiner Masse von 140 kg brachte er den 40 kg leichteren Appenzeller zumindest in die Seitlage und schliesslich mit einem Kraftakt auf den Rücken. „Er musste einfach um, egal wie“, beschrieb Räbmatter seine Devise. Die Dynamik zu Saisonbeginn, die zwei Festsiege eintrug, ist wie weggeblasen. Inzwischen muss sich der Uerkner jeden Sieg wieder hart verdienen. Bereits im Vormittagspensum kam «Räbi» in Basel nicht auf Touren. Gegen Dominik Oertig wie gegen Marcel Bieri gelang es ihm nicht, die Regie zu übernehmen. Die gut eingestellten Gästeschwinger betteten Räbmatter mit mutigen Gegenangriffen ins Sägemehl. «Gegen Oertig wollte ich den Griff wechseln. Dabei gab ich ihm zu viel Platz, und gegen Bieri war ich zu wenig energisch», übte sich Räbmatter in Selbstkritik und sprach von einer durchzogenen Tagesbilanz „mit vie Steigerungspotenzial“. Immerhin tröstete sich der Zofinger Leader in Basel mit dem Gewinn von Eichenlaub. Dieses Minimalziel verfehlten beispielsweise die arrivierten Aargauer Eidgenossen Christoph Bieri und Mario Thürig.

Gute Zofinger Bilanz

Den weiteren neun Zofinger Schwingern gelang zwar kein Kranzgewinn. Dennoch darf sich die Tagesbilanz für den Klub sehen lassen. Kornel Arnold (Reiden), Azret Jusufi und Aaron Rüegger (beide Rothrist) behaupteten sich in der ersten Ranglistenhälfte. Mit drei Siegen in den ersten fünf Gängen blieb Rüegger auf Kranzkurs. Zuletzt war aber der Freiämter Kranzschwinger Yanick Klausner übermächtig. Als zweitbester Zofinger in der Schlussrangliste erfüllte Kornel Arnold die Pflicht. Er besiegte drei Nichtkranzer. Allerdings fehlte ein Exploit, um in Kranznähe zu kommen. Dasselbe gilt für Azret Jusufi, der mit einer strengen Einteilung nie in den Bereich von erstmaligem Eichenlaub gelangte. Somit bleibt für den SKZ die Hoffnung, in den nächsten Wochen am Solothurner und Aargauer Kantonalfest bei etwas gnädigerer Einteilung im Sog von Patrick Räbmatter zu weiteren Kranzgewinnen zu kommen. Das Potenzial ist zumindest im Ansatz vorhanden.

Zofinger Tagblatt / Wolfgang Rytz 11. Mai 2018

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Yanik Bucher bringt den Sieg auf dem letzten Zacken ins Trockene

Schwinget im Zurzibiet in Böttstein

Den sieben an den Unterlauf der Aare gereisten Zofinger Schwingern lief es für einmal harziger als sonst. Den Glanzpunkt setzte mit einem neuerlichen Kategoriensieg setzte der Rothrister Yanik Bucher.

148 Startende kämpften bei bestem Wetter auf dem wunderschönen Schwingplatz beim Schloss Böttstein. Von den angetretenen Thutstädtern lohnte sich eigentlich nur für Yanik Bucher die Reise an den Rhein. Einmal mutete sich der 15-jährige ein Wochenende mit einem Mammutprogramm zu. Am Vorabend verteidigte er in Wilisau erfolgreich und seinen Schweizer Meistertitel im Ringen (Freistil – Aktive, Kadetten, bis 76 kg). Er gestalte alle seine Kämpfe siegreich. Und so ging es auch im Sägemehl weiter. Nach fünf Siegen zog er in den Schlussgang ein. Dor traf er auf seinen ehemaligen Klubkollegen David Maeder (Mühlethal), welcher seit 2017 für den Schwingklub Aarau antritt. Buchers Tank schien nach all den Anstrengungen langsam aber sicher leer zu sein. Trotzdem war er der aktivere der beiden Kontrahenten. Dies sah auch das Kampfgericht so und differenzierte den gestellten Schlussgang. Somit erzielten beide Burschen gleich viel Pinkte. Damit wurde die Parforeleistung von Bucher belohnt und der Modelathlet durfte sich als Kategorien und Festsieger feiern lassen. Weniger im Strumpf war an diesem Tag der Boninger Enea Grob. Er bekam es gleich mit drei Gästen aus der Südwestschweiz zu tun. Zwar gestaltete er die Bilanz mit einem Sieg, einem Gestellten und einer Niederlage ausgeglichen. Trotzdem wurde dem Schlacks aufgezeigt, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen und der Weg an den Eidgenössichen Nachwuchschwingertag recht steinig werden könnte. Ebenfalls hinter den gewohnten Leistungen zurück blieben die Kirchleerauer Brüder Steffen. Lunik fehlte am Schluss das verflixte Vierteli. Leon musste sich nach zwei Siegen zum Auftakt dann vier Mal in die Sonne schauen. Bei den Jüngsten konnte Jannik Meier (Reiden) zwei Mal gewinnen und einmal stellen. Zwei Siege notieren lassen durfte sich David Gerber (Zofingen). John Krauer (Reiden) freute sich über einen gewonnen Gang. Somit überstrahlte der einzige Zweiggewinn von Yanik Bucher das Abschneiden aus Zofinger sicht. Am nächsten Samstag geht es mit dem Baselstädter Nachwuchsschwingertag weiter. Dann beginnt alles wieder bei null und die Karten werden neu gemischt.

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Herzliche Gratulation zum ersten Schweizermeister Titel im Freistil

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Yanik wir sind stolz auf Dich!

Viel Erfolg bei der Titelverteidigung im Creco! Momentan hält Yanilk noch bei SM Titel in seiner Kategorie!