Von Thomas Zaugg’s Erfahrungsschatz profitiert

Emmentaler Gasttrainer im Zofinger Schwingkeller

Bekanntermassen ist das Wintertraining im Schwingsport eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Freiflutsaison. Traditionsgemäss stehen daher  im Januar Trainingsabende mit bekannten Gastrainern an. Dieses Jahr konnte vierfache Eidgenosse Thomas Zaugg, Schangnau, verpflichtet werden. Aufgrund von Verletzungen und beruflichen Abwesenheiten kamen ein paar Schwinger weniger als in den Vorjahren in den Keller. Die Tipps und Tricks des 110-fachen Kranzgewinners stiessen bei den Anwesenden jedoch auf grosses Interesse. Zaugg konzentrierte sich auf wenige seiner Spezialschwünge. Er wollte das Programm, insbesondere auch für den Nachwuchs, nicht überladen. Wie schon beim Studium führt auch hier das Repetitorium zum Erfolg. Die gezeigten Schwünge werden daher in den kommenden Trainings weiterhin geübt. Zudem besuchen die motivierten Athleten die kantonalen Trainings oder absolvieren ein zweites Training bei befreundeten Schwingklubs. Somit sollte die Basis für eine gute Saison gelegt werden. Der Klub will sich in seinem hundertsten Jahr auch im Sägemehl von seiner besten Seite zeigen.

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Gemütliche Schwingerweihnacht

Traditioneller Abschluss des Schwingerjahrs

Zu ihrer althergebrachten Weihnachtsfeier traf sich die Zofinger Schwingerfamilie einmal mehr in der Hornusserhütte Reidermoos. Umsorgt wurden die zahlreichen Anwesenden durch Jungschwingerobmann Lukas Steiner und Metzger Simon Arnold (beide Reiden). Die Verpflegung liess einmal mehr keine Wünsche offen.

Nach dem der Hunger gestillt war, folgte der traditionelle Höhepunkt in Form der Vergabe der Fleissauszeichnungen und Wanderpreise an die Jungschwinger. In Sachen Trainingsfleiss obsiegten gemeinsam David Gerber (Zofingen) und Lunik Steffen (Kirchleerau). Insgesamt erschienen eine Jungschwingerin und 16 Jungsschwinger mehr oder weniger oft zum Training, so dass sie auf der Rangliste erschienen. Der Wanderpreis für den Einsatzfleissigsten ging an Mario Kunz (Brittnau). Als Teamplayer resp. als Kameradschaftlichster wurde Nick Kulmer (Safenwil) ausgezeichnet. Der Böseste und somit gleichzeitig der Erfolgreichste war wie im immer in den letzten Jahren Yanik Bucher (Rothrist). Am ENST-Sieger kam keiner vorbei. Da er nun zu den Aktiven wechselt, gibt es nächstes Jahr sicher einen neuen Sieger. Das Jahr wird nun noch mit dem Besuch im Schwimmbad abgeschlossen. Somit sollte dann auch der letzte Krümel Sägemehl des Jahres 2018 abgewaschen sein. Nach den Festtagen werden die Jungsschwinger das Training wieder aufnehmen, damit weitere Kapitel in der Erfolgsgeschichte der jungen Thutstädter Kurzholzathleten geschrieben werden können.

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Ein würdiger Rahmen

112. Delegiertenversammlung des Aargauer Kantonalschwingerverbandes

Der Aargauer Kantonalschwingerverband (AKSV) befindet sich in einem Höhenflug. Unter der Führung der «Eidgenossen» Markus Birchmeier und Guido Thürig hält der sportliche Aufschwung an. Die stimmungsvolle Delegiertenversammlung in Zofingen spiegelte die beneidenswerte Verfassung des Verbandes. Die Worte von Daniel Dreier, dem Nordwestschweizer Verbandspräsidenten, brachten den zweieinhalbstündigen offiziellen Teil im Forum der Zofinger Siegfried AG auf den Punkt: «Herzliche Gratulation an den Aargauer Kantonalschwingerverband.D as war eine würdige Versammlung.» Kantonalpräsident Markus Birchmeier sprühte vor ansteckender Begeisterung und sparte gegenüber den 149 Versammlungsteilnehmern nicht mit Lob für sein Vorstandsteam. «Wir haben den besten Technischen Leiter und den besten Technischen Leiter Jungschwingen», würdigte er beispielsweise die Arbeit von Guido Thürig und Roger Schenk. Bei den Aktiven stand Nick Alpiger im Mittelpunkt der Erfolge. Der neue Lenzburger Leader hat im Nordwestschweizer Verband eindrücklich die sportliche Vormachtstellung übernommen. Seine Glanztat lieferte der 22- jährige Staufner mit dem Kantonalfestsieg vor über 5000 Zuschauern in Aarau Rohr ab. Guido Thürigs einziger Wermutstropfen war der Rückgang von 65 auf 53 Kränze. Das lag am Verletzungspech mehrerer Leistungsträger. Intensiv bereitet sich das Aargauer Team auf das kommende eidgenössische Jahr 2019 vor. Ende August soll in Zug der Lohn für den sportlichen Aufschwung eingefahren werden.

Wirtschaftlich gut unterwegs

Im Nachwuchsbereich sorgte der Rothrister Yanik Bucher für den grösstmöglichen Erfolg. Der Jahrgangssieger am Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag in Landquart nahm in Zofingen die Ovationen der Aargauer Schwingerfamilie entgegen. Auch wirtschaftlich ist der AKSV bestens aufgestellt. Die neue Kassierin Milena Meyer präsentierte einen Jahresüberschuss von 2300 Franken, womit das Vermögen auf 140 000 Franken anwuchs. Als Routinegeschäft erwiesen sich die Wahlen. Der Vorstand liess sich mit grossem Applaus in unveränderter Besetzung bestätigen. Mitten in der Niklaus-Thut-Stadt findet vom 24. bis 26. Mai 2019 das 113. Aargauer «Kantonale» statt. Der Vorstand prüfte vorgängig das aussergewöhnliche Stadt-und-Land-Konzept vor Ort und versuchte, sich vorzustellen, wie der Thutplatz in fünfeinhalb Monaten in eine Schwingerarena verwandelt wird. «Das ist eine Herausforderung. Aber ich freue mich schon jetzt auf ein Fest mit einem besonderen Charme», kommentierte Markus Birchmeier die Ausführungen von OK-Präsident Dominik Gresch an der Versammlung. Der Aargauer Nachwuchsschwingertag findet unter der Regie des Aarauer Klubpräsidenten Matthäus Huber am 4. Mai im Aarauer Schachen statt. «‹Es bäumigs Fescht›» kündigte der OK-Präsident des Kantonalschwingfests 2020 in Beinwil an. Hermann Bütlers vielversprechende Präsentation liess die Aargauer Schwingerfamilie über das nächste Jahr Jahr hinaus in Vorfreude schwelgen.

Wolfgang Rytz, Zofinger Tagblatt vom 11. Dezember 2018

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99. Generalversammlung

Alles auf Kurs für das Jubiläumsjahr

Rund 50 Personen nahmen an der 99. Generalversammlung des Schwingklubs Zofingen teil. Diese fand wiederum im Restaurant Sonne in Uerkheim statt. Nach einem feinen Nachtessen in Schwingermanier führte Präsidentin Silvia Wilhelm (Safenwil) bereits zum 15. Mal – wie immer kompetent und zügig – durch die Traktanden. Jahresberichte, Rechnungsablage und Budget gaben zu keinen Diskussionen Anlass und wurden problemlos genehmigt. Im Vorstand gab es zwei Mutationen. Der Co-Technische Leiter (TL) Sandro Widmer (Attelwil) hatte noch vor der Saison 2018 demissioniert. Aus diesem Grund wirkte sein Co-TL Simon Schär (Schöftland) bereits als alleiniger TL. Das Amt des Versicherungskassiers wechselte von Widmer zu Lukas Steiner (Reiden). Beide wurden in diesen Ämtern  bestätigt. Als neuer Beisitzer und designierter Präsident ab 2020 nimmt auch Martin Anderegg (Zofingen) in Vorstand Einsitz: Dieser setzt sich demnach für 2019 wie folgt zusammen: Silvia Wilhelm, Präsidentin, Roger Schenk (Kirchleerau), Vizepräsident, Simon Schär, Technischer Leiter, Lukas Steiner, Jungschwingerobmann und Versicherungskassier, Simon Arnold (Reiden) Aktuar, Philipp Lötscher (Oftringen), Kassier, Hans-Ulrich Schär (Aarburg) Medienchef und Martin Anderegg, Beisitzer.

Neu in den Verein wurden folgende drei Nachwuchskräfte als Aktivschwinger aufgenommen: ENST-Sieger Yanik Bucher (Rothrist), Enea Grob (Boningen) und Nico Stadelmann (Brittnau). Der Strengelbacher Matthias Müller hat den Verein nach nur kurzer Zeit als Aktiver wieder verlassen. Für zwei Spezialtrainings im Winter konnte der erfolgreiche Berner Eidgenosse Thomas Zaugg verpflichtet werden.

Trainingsfleissigster war einmal mehr Kornel Arnold (Reiden). Er siegte zum dritten Mal in Folge und zum fünften Mal insgesamt, was ein neuer Vereinsrekord ist.. Ihm wurde zudem für seine fünfzehnjährige Laufbahn als Aktivschwinger statutengemäass die Freimitgliedschaft verliehen.

Zwei Anträge aus den Reihen den Mitgliedern zur Teilnahme am Stadtfest 2019 und zur Arbeit des Vorstandes wurden abgelehnt. Stadtrat Dominik Gresch orientierte über den Stand der Arbeiten zum Aargauer Kantonalschwingfest vom 26. Mai 2019 in der Zofinger Altstadt. Hier ist man ebenso auf Kurs wie zu den Jubiläumsfeiern im kommenden Herbst. 2019 wird nicht nur ein Jahr zum Feiern, sondern fordert vom Verein einiges ab. Hoffentlich kann in einem Jahr, an der 100 GV, nur erfreuliches berichtet werden.

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Auch auf den Turnmatten bleibt die Hierarchie gewahrt

6. Hausschwinget bei Möbel Berger in Oftringen

Zur beliebten Tradition im Herbst hat sich das Hausschwinget bei der Firma Möbel Berger AG in Oftringen entwickelt.15 Jungs und vom heimischen Schwingklub Zofingen sowie 23 Nachwuchsschwinger von befreundeten Schwingklubs massen sich beim friedlichen Stelldichein. Wiederum leuchteten die Augen der Jungschwingermütter an diesem Anlass am meisten, fand der Wettkampf auf den bewährten Turnmatten statt. Somit würde die Waschküche für einmal vom Sägemehl verschont.

Bei der sechsten Ausgabe durften sich zum zweiten Mal auch die Piccolos messen. Diese sind an offiziellen Wettkämpfen aus Altergründen noch nicht zugelassen Entsprechend motiviert ging es zur Sache. Zwar gab es bei den Verlieren ab und zu Tränen. Aber alles in allen war es für alle ein grosser Plausch. Dominierender Wettkämpfer bei den Jüngsten war Adrian Anderegg vom Schwingklub Lenzburg, der mit dem Maximum von 60 Punkten obsiegte. Noch nicht ganz in die Fussstapfen seines erfolgreichen Vaters konnte Aurelio Thürig steigen. Aber auch er zeigte schon vielversprechende Ansätze.

Da er altersmässig die Kategorie wechseln musste, konnte Lokalmatador Lunik Steffen (Kirchleerau) seinen Vorjahressieg nicht wiederholen. Erfreulicherweise sprang sein Klubkollege Tino Häfliger (Reiden) in die Bresche. Er zeigte einen couragierten Wettkampf und konnte sich für den Schlussgang qualifizieren. Schlussendlich musste er sich dann aber nach einem intensiven und ausgeglichen Kampf Fabian Anderegg vom Schwingklub Lenzburg geschlagen geben. Da die meisten Schützlinge von Jungschwingerobmann Lukas Steiner (Reiden) in der Kategorie 07-10 starteten, gab es mehrfach klubinterne Gänge. Die Schlussrangliste widerspiegelt dabei das Leistungsvermögen und die Hierarchie bei den Jüngsten im Klub recht gut.

In der Kategorie 03-06 hofften die Zuschauer berechtigterweise auf einen einheimischen Sieg. Und sie wurden nicht enttäuscht. ENST-Sieger Yanik Bucher (Rothrist) liess nichts anbrennen und überzeugte in bestechender Manier. Einmal mehr wurde er von seinem Freund Tobias Hengartner (Olten) gefordert. Der drahtige und wendige Turnerschwinger bot Bucher im zweiten Gang und im Schlussgang Paroli. Es entwickelte sich jeweils ein attraktiver Wettkampf, der jeweils zugunsten von Bucher ausging. Mit Enea Grob (Bonigen) auf dem dritten Rang erfüllte auch ein weiterer ENST-Teilnehmer die In ihn gesetzten Erwartungen.

Sowohl Jungschwinger als auch Aktive haben das Wintertraining nach den Herbstferien wieder aufgenommen. Die Jungschwinger freuen sich nun noch auf ihren Jahresabschluss, den beliebten Bänzenschwinget. Dieser findet dieses Jahr am 2. Dezember im Freiamt (Aarau) statt.

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Schwingfotos Pascal Alpiger, restliche Hans-Ulrich Schär