18. Nordwestschweizer Nachwuchsschwingertag in Lausen

Yanilk Bucher krönt seine Saison

206 Nachwuchsschwinger stiegen beim Saisonhöhepunkt, dem Nordwestschweizer Nachwuchsschwingertag in Lausen in die Zwilchhosen. Von den acht Zofingern reisten am Abend drei mit dem begehrten Zweig nach Hause. Yanik Bucher überragte mit einem weiteren Kategoriensieg alle.

hsa, Bei wechselhaftem Wetter und vor rund 500 Zuschauern überzeugte der Rothrister Yanik Bucher einmal mehr auf der ganzen Linie. Keiner seiner Gegner hatte auch nur den Hauch einer Chance. Der Primus brauchte im Schlussgang gerade mal drei Sekunden, um seinen Gegner, Corsin Wohlgemuth (Seewen SO) mittels Hüfter auf den Rücken zu Betten. Alle seine sechs Gänge gewann er gegen seine stärksten Herausforderer mit der Maximalnote. Bei neun Starts ging er sieben Mal als Kategoriensieger vom Platz. Die starken Berner trotzten ihm zu Saisonbeginn zwei Gestellte ab. Die einzige Niederlage war ein Lehrplätz, schlug er sich am Solothurner Kantonalen  mit einem Überzug doch selbst. Diese Niederlage war ihm eine Lehre. Die letzten 43 Gänge hat er allesamt gewonnen. Von solchen Resultaten können selbst auch Schwingerkönige nur träumen. Dass solche Phasen nicht ewig anhalten, sieht der Seriensieger in den eigenen Reihen. Der Mühlethaler David Maeder dominierte die gleiche Kategorie vor zwei Jahren in ähnlicher Manier. Dieses Jahr ging er nun zur Überraschung aller ohne Zweig nach Hause. Dies zeigt, dass sich das Leistungsgefüge im Laufe der Zeit stark verschieben kann. Es gibt auch für Bucher keine Garantie, dass es immer so weiter gehen wird. Ein absolut verlässlicher Wert im Schatten seines Freundes ist auch der Boniger Enea Grob. Er erzielte einen weiteren Spitzenplatz und auch er hat in dieser Saison immer den Zweig erkämpft. Der dritte Zweiggewinner der Zofinger ist der immer kämpferische Brittnauer Pascal Nyfeler. Leider zum letzten Mal mit dabei war der Reidener Remo Wittlin, da er mit Schwingen aufhört. Bei seiner Dernière konnte er nochmals zwei Siege verbuchen. David Baumgartner (Hintermoos) hatte nicht den besten Tag erwischt und er verpasste mit je zwei Siegen, Gestellten und Niederlagen die angestrebte Auszeichnung deutlich. Immer noch Lehrgeld muss der spätberufene Matthias Müller aus Strengelbach bezahlen. Er konnte  nur einen Gang siegreich beenden. Er überzeugte aber mit viel Ehrgeiz und zahlreichen guten Ansätzen. Wird er weiterhin seinen Trainingsfleiss beibehalten und geduldig bleiben, wird auch er bald grössere Erfolge verbuchen können, ist sich Jungsschwingerobammn Lukas Steiner (Reiden) sicher. Leider ging der Rothrister Aaron Rüegger an seinem altershalber allerletzten Nachwuchsschwingertag ebenfalls leer aus. Seine Gegner zeigten sich von der destruktiven Seite, so dass ihm am Schluss das verflixte Vierteli fehlte. In allen anderen Kategorien hätte seine Punktzahl für einen gelungenen Abschluss seiner Nachwuchsschwingerkarriere ausgereicht. Es folgt nun eine längere Pause, bis es dann am Heimfest, dem Niklaus Thut Schwinget, am 10. Juli zu einem weiteren Höhepunkt für die Zofinger kommt.

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