Tierischer Ertrag für Räbi

Kranzgewinn für Patrick Räbmatter beim Solothurner Kantonalschwingfest

Wie schon letzte Saison kommt Patrick Räbmatter immer besser in Schwung. Beim Solothurner Kantonalschwingfest in Deitingen stiess der 25-jährige Uerkner auf Rang drei vor. Dabei wäre durchaus mehr möglich gewesen, denn im vierten Gang entschied «Räbi» über den weiteren Festverlauf. Mutig griff er im Kampf gegen den führenden Bruno Gisler in der letzten Minute an. Doch der 33-jährige Rumisberger Landwirt war auf den Spezialkurz des 153-kg-Brockens gefasst. Gisler geriet zwar in Unterlage, konnte sich aber überdrehen und den Schwung zum eigenen Sieg ausnützen. «Da hat nur ein kleiner Zwick gefehlt», trauerte Patrick Räbmatter dem knapp verfehlten Erfolg gegen den späteren Sieger des Solothurner «Kantonalen» nach. Denn damit hätte er die alleinige Führung übernommen. Stattdessen bettete der Zofinger Leader im Ausstich den unbequemen Berner Gast Remo Zürcher und den Fricktaler Neukranzer Michael Mangold jeweils platt ins Kurzholz. Mit 58,25 Punkten, dem bisherigen Saisonbestresultat, stiess er auf den alleinigen dritten Rang vor, was ihm das Freiberger Fohlen «Dario» als Tageslohn bescherte. «Ich habe keinen Platz zu Hause», winkte «Räbi» bei der Frage der Übernahme ab. Stattdessen begnügte er sich mit Fotos und liess sich dann das Bargeldausbezahlen.

Gute Zofinger Bilanz

Hinter dem Aushängeschild gaben die weiteren Zofinger wiederum ein solide Vorstellung. Allerdings schieden Simon Schär mit einer Verletzung und Ilber Jusufi nach schwachen vier Gängen vorzeitig aus. Kornel Arnold liebäugelte bis zum sechsten Gang mit Eichenlaub. Aber die fragwürdige Paarung mit Andreas Henzer liess ihn ins Leere schwingen. Der logische «Gestellte» dieser beiden Defensivspezialisten genügte dem Baselbieter zum Kranzgewinn. Bei Aaron Rüegger waren wiederum gute Ansätze zu erkennen, doch die Niederlage im fünften Gang gegen Nichtkranzer Clemens Krebs warf ihn aus der Kranzentscheidung. Azret Jusufi verlor nur einen Gang, aber die drei «Gestellten» am Nachmittag brachten ihn nicht in die Nähe von Eichenlaub. Markus Eggen und Dominik Leu gefielen am Vormittag mit schönen Siegen. In der entscheidenden Phase waren die Gegner dann zu stark. So blieb für Zofingen wieder nur Patrick Räbmatter als Kranzgewinner – dies aber in eindrücklicher Manier.

Wolfgang Rytz

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Erneut glänzen Bucher und Steffen

Baselstädtischer Nachwuchsschwingertag

Zwei Tage nach den Aktiven nutzen die Nachwuchsschwinger die Anlage im Sportplatz Grendelmatte in Riehen für ihre Wettkämpfe. Einmal mehr mischten Yanik Bucher und Lunik Steffen das Feld gehörig auf. Sie durften sich daher beide über den verdienten Zweiggewinn freuen.

201 Burschen kämpften vor 550 Zuschauern um die begehrten Auszeichnungen, darunter acht aus den Reihen der Thutstädter. Yanik Bucher, Rothrist, lieferte einmal mehr das Spitzenresultat ab. Er stiess bis in den Schlussgang vor. Dort musste er sich aber dem ein Jahr älteren Philp Joho, Sarmenstorf, nach gutem Kampf geschlagen geben.

Ebenfalls in einer sehr guten Form befindet sich Lunik Steffen (Kirchleerau). Vier Siege, ein gestellter und ein verlorener Gang reichten problemlos für einen weiteren Zweiggewinn.

In der Kategorie der Zweitältesten traten die meisten Zofinger an. Enea Grob, Boningen, verpasste den Zweig erneut nur sehr knapp. Ihm lief im letzten Gang die Zeit davon um seinen Gegner doch noch auf den Rücken zulegen. Pascal Nyfeler, Birttnau, stand nach seinem Unfall vom letzten Wochenende bereits wieder im Sägemehl. Leider konnte er nicht sein ganzes Potential abrufen .Er musste sich mit zwei Siegen und einem Gestellten zufrieden geben. Sven Leu, Brittnau, hatte ein ausgeglichenes Notenblatt, also je zwei Siege, Gestellte und Niederlagen. Die Gänge des wirbligen Sven waren alle sehr aktiv und attraktiv, Leider reichte es knapp nicht um noch einen zusätzlichen Sieg zu verbuchen. Justin Schmid, Strengelbach, konnte zwei Siege und einen Gestellten realisieren. Die Grösse und Kraft hat er, die Technik fehlt ihm jedoch noch für den Vorstoss an die Ranglistenspitze.

Timo Häfliger , Reiden, war der jüngste Zofinger am Start. Mit zwei Siegen, einem Gestellten und trotz drei Niederlagen war er am Abend ganz zufrieden. Matthias Müller, Strengelbach, musste sich mit zwei Siegen zufrieden geben. Es ist aber auch schwierig, als Spätberufener bei den Ältesten Fuss zu fassen, da die meisten Gegner bereits viel länger im Sägemehl aktiv sind.

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Erleichterung bei Räbi – Pech für Aaron

Patrick Räbmatter mit Kranz am «Baselstädtischen»

Trotz schwieriger Umstände im Umfeld erkämpfte sich Patrick Räbmatter am Baselstädtischen Schwingertag in Riehen den ersten Kranz als «Eidgenosse». Zwar kam er gegen den Waadtländer Pascal Piemontesi einmal mehr nicht über einen «Gestellten» hinaus. Dann erledigte er die Pflichtaufgaben gegen die Solothurner Kranzschwinger Willi Schillig und Christian von Arx aber ohne grosse Schwierigkeiten. Nach der Mittagspause bot sich dem Uerkner die Chance, mit einem Sieg gegen den Zürcher Kantonalfestsieger Samir Leuppi in den Kampf an der Spitze einzugreifen. Das Duell mit dem Nordostschweizer Gast wogte hin und her. Dann setzte «Räbi» alles auf einen Karte. Der gewichtige Winterthurer war gefasst auf das Abschlunggen des Zofingers und konterte blitzschnell mit Kreuzgriff. «Ich wollte doch gegen ihn stellen», schüttelte Räbmatter den Kopf. In der Endphase zeigte sich das Einteilungsgericht gnädig mit dem Zofinger «Neueidgenossen». Der starke Nichtkranzer Gabriel Nussbaumer war im Ausstich gleichermassen chancenlos wie zuletzt Patrick Waldner. Den Baselbieter Teilverbandskranzer wuchtete «Räbi» aufs erste «Gut» mit einem Kurz platt ins Sägemehl. Augenblicklich löst sich die Anspannung, und der Uerkner gab sein «Jabadabadu» zum Besten.«Mit der heutigen Leistung bin ich aufgrund der Vorgeschichte zufrieden», so Patrick Räbmatter, «jetzt hoffe ich, dass es am Sonntag am Solothurner Kantonalen im gleichen Stil weiter geht.»

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Räbis erster Kranz als Eidgenosse ist Tatsache

Aaron Rüeggers Pech

Für den bald 18-jährigen Rothrister Aaron Rüegger mutierte die Rangverkündigung zur Enttäuschung. Just um einen Viertelpunkt verfehlte er nach vier Siegen und zwei Niederlagen sein erstes Eichenlaub. Er zeigte sich aber gefasst: «Ich verspüre keinen Frust, denn meine Leistung stimmte heute.» Nach dreimonatiger Fussgelenkverletzung im Winter war er vor allem froh, verletzungsfrei zu sein. «Eine nächste Kranzchance kommt bestimmt», macht er sich Mut für die Zukunft. Im letzten Gang ging er auf Nummer sicher. Er bezwang den Solothurner Roger Weber mit einem Hüfter. Weil er aber nachdrücken musste, gabs nur die Note 9,75. Zur Kür als Neukranzer wäre ein Plattwurf notwendig gewesen .Auch die sechs weiteren Zofinger stiessen in den Ausstich vor. Mit zwei abschliessenden Siegen rückte Kornel Arnold nach schwachem Beginn noch ins vordere Mittelfeld vor. «Das gibt mir Selbstvertrauen für Sonntag», blickt der Reidermooser wie seine Teamkollegen zuversichtlich Richtung Deitingen. Beim Schöftler Simon Schär war nach dem Abnützungkampf gegen Andreas Henzer die Luft draussen. Zwei Taucher gegen Nichtkranzer waren die Folge. Mit drei Siegen konnte er den Schaden in Grenzen behalten. Oldie Markus Eggen musste den Kampf verletzt aufgeben.

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Strahlt trotz Vierteli-Pech: Aaron Rüegger mit dem zurecht stolzen Vater Peter

Bericht und Foto Räbi von Wolfgang Rytz

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Yanik Bucher und Lunik Steffen brillieren

65. Basellandschaftlicher Kantonaler Nachwuchsschwingertag in Muttenz

Für die Höhepunkte aus Zofinger Sicht sorgten vor 1000 Zuschauern am Basellandschaftlichen Nachwuchsschwingertag in Muttenz Yanik Bucher, welcher seinen Vorjahressieg wiederholen konnte, und Lunik Steffen mit einer Topplatzierung. Auch die restlichen sechs Thutstädter der insgesamt 229 angetretenen Kurzholzathleten zeigten ansprechende Schwingerkost.

In Abwesenheit von Dauerrivale Philip Joho (Sarmenstorf) liess der Rothirster Yanik Bucher nichts anbrennen. Die ersten ihm gestellten Aufgaben meisterte er gewohnt souverän. Im Schlussgang bekam er es mit dem um ein Jahr älteren Kevin Stadler (Tennwil) zu tun, welcher ebenfalls sämtliche fünf Gänge gewonnen hatte. Bucher hatte Stadler vor zwei Wochen am Nordwestschweizerischen in Brugg bezwungen. So ging er mit einem leichten psychologischen Vorteil in die Endausmarchung. Doch Stadler liess sich diesmal nicht mehr erwischen, so dass der Gang gestellt endete. Da Bucher die besseren Noten auf seinem Blatt hatte und keiner der nachfolgenden Schwinger vom gestellten Schlussgang profitieren konnte, durfte sich Bucher als Sieger feiern lassen. Er konnte somit seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Damit gewann er dieses Jahr erstmals verdientermassen ein Kantonales.

Ebenfalls gross trumpfte Lunik Steffen (Kirchleerau) auf. Es musste sich nur im fünften Gang dem nachmaligen Sieger und Dominator dieser Kategorie, Robin Studinger ( Däniken SO) geschlagen geben. Mir fünf Siegen resultierte ein feiner zweiter Rang. Dies bedeutete den erstmaligen Gewinn des Zweigs. Eben diesen verpasste Enea Grob (Bonigen) knapp. Ihm wurde einmal mehr das verflixte Vierteli zum Verhängnis. Er wurde nach drei Siegen am Vormittag noch auf der Zielgeraden abgefangen. Mit einem Sieg statt einem Gestellten im sechsten Gang hätte auch er einen weiteren Zweiggewinn realisieren können. Yannick Eich (Safenwil), Sven Leu (Brittnau) und Justin Schmid (Strengelbach) konnten je zwei Gänge gewinnen. Sie mussten sich jedoch auf vier Mal das Sägemehl vom Rücken abwischen lassen. Gar den Wettkampf abbrechen musste Pascal Nyfeler (Brittnau). Schmerzen am Steissbein liessen nach zwei verlorenen Gängen keine Fortsetzung des Wettkamps zu. In der Kategorie der Ältesten zeigt der spätberufene Mathias Müller (Strengelbach) trotz körperlicher Unterlegenheit zunehmen erfreuliche Resultate. Bereits am nächsten Samstag findet der Baselstädtische Nachwuchsschwingertag in Riehen statt. Dann kann das Erreichte bestätigt oder die Chance für eine Leistungssteigerung genutzt werden.

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Bilder von Frank Bucher

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