Räbi holt den Brünig-Kranz

Dem Druck standgehalten

Der Schlussgang konnte nicht das halten, was das Fest auf der Brünig-Passhöhe zuvor versprach. Bereits nach fünf Sekunden bezwang Kilian Wenger seinen Freund Ruedi Roschi mit Kurz und kam damit zum zweiten Sieg am Bergklassiker. Hinter Bernhard Kämpf und Adrian Walther folgte Patrick Räbmatter auf Rang vier. Der erste Gang hatte für «Räbi» nur wenige Augenblicke gedauert, ehe Matthias Aeschbacher mit seinem Paradeschwung, dem inneren Haken, den Aargauer auf dem Rücken hatte. Es war dies im dritten Duell der beiden Eidgenossen «Räbis» dritte Niederlage. «Ich hätte defensiv schwingen können», erklärte er, «das wollte ich aber nicht und habe etwas probiert.»

 Wie schon oft konnte sich der 29-Jährige bereits im zweiten Gang rehabilitieren. Gegen Marco Iseli liess er nichts anbrennen und bodigte den Berner Oberländer problemlos mit Nachdrücken am Boden. Danach war Konrad Steffen an der Reihe. Mit Leeren übers Knie kämpfte sich Räbmatter für den Nachmittag in eine gute Position. Allerdings brauchte er gegen den drahtigen Steffen mehr als zwei Minuten zum Erfolg.

Der Restart nach dem Mittag gelang dann weniger gut und brachte den Doppeleidgenossen unter Zugzwang. Gegen den 2,02-m-Hünen Severin Schwander fand «Räbi» kein Rezept. Dieses Duell endete zum dritten Mal gestellt. «Es ist schwierig gegen einen Schwinger seiner Grösse, weil er fast nicht vom Boden zu bringen ist», sagte Räbmatter.

Damit war klar, dass «Räbi» noch zwei Siege holen musste, um seinen 45. Kranz zu sichern. Zuerst erledigte er sich der Pflichtaufgabe Ueli Gerber beim zweiten Zusammengreifen souverän, bevor er gegen Colin Schlüchter im ersten Zug des sechsten Ganges alles klar machte. «Ich habe beim dritten Bergfest den dritten Kranz geholt», so Räbmatter, «das macht mich natürlich zufrieden.»

Michael Wyss, Zofinger Tagblatt, 26. Juli 2021

Resultate unter esv.ch – Eidgenössischer Schwingerverband • Ranglisten

bd3a601d-7e82-4b9e-944f-6d2c223e1207_1000 222550731_3258754731023576_9094766635129478469_n

Patrick Räbmatter gewinnt den Menzberg-Schwinget in Willisau

Der Favoritenrolle gerecht geworden

Der Uerkner Doppeleidgenosse Patrick Räbmatter wird beim Menzberg-Schwinget in Willisau seiner Favoritenrolle gerecht und holt sich den Sieg.

Einen Tag nach dem Kranzgewinn auf dem Weissenstein hat Patrick Räbmatter erneut zugeschlagen. Der 29-jährige Uerkner Doppeleidgenosse wurde beim Menzberg-Schwinget in der Schwinghalle Willisau seiner Favoritenrolle gerecht und feierte einen souveränen Tagessieg. Räbmatter gewann alle sechs Duelle, im Schlussgang bezwang er den Nachwuchsmann Fabian Scherrer vom Schwingklub Surental.

Pascal Kamber, ZT Online, 18.07.2021

Resultate unter esv.ch – Eidgenössischer Schwingerverband • Ranglisten

Räbi holt den Kranz auch auf dem Weissenstein

Überraschungssieg durch Damian Ott

Der Nordostschweizer Damian Ott sorgt mit seinem Sieg beim Weissenstein-Schwinget für eine Sensation. Für unseren Uerkner Doppeleidgenossen Patrick Räbmatter resultierte der neunte Bergkranz seiner Karriere.

Damian Ott heisst der überraschende Sieger des 70. Weissenstein-Schwingets 2021. Der 21-jährige Toggenburger aus Dreien setzte sich im Schlussgang gegen den Aargauer Eidgenossen Andreas Döbeli aus Sarmenstorf nach 4:55 Minuten im Münger-Murks durch und feierte den ersten Festsieg seiner Karriere. «An den Sieg hätte ich im Leben nie gedacht», freute sich Ott. «Ich bin mit einem guten Gefühl aufgestanden, und heute lief es einfach gut.»

Erfolgreich endete der Tag auch für Patrick Räbmatter. Der 29-jährige Uerkner Doppeleidgenosse schnappte sich eine Woche nach dem Rigi-Schwinget auf dem Weissenstein den nächsten Bergkranz – den insgesamt neunten seiner Karriere. Nach der Niederlage im Anschwingen gegen den Innerschweizer Eidgenossen Reto Nötzli kehrte Räbmatter mit zwei schnörkellosen Plattwürfen gegen Alex Huber und Pirmin Gmür in die Spur zurück. Von der Niederlage im vierten Gang gegen den zweifachen Bündner Eidgenossen Armon Orlik, der auf dem Weissenstein sein Debüt in der diesjährigen Kranzfest-Saison gab, liess sich «Räbi» nicht beirren: Er bezwang Marco Oettli und zum Abschluss Marco Reichmuth und holte sich mit 56,50 Punkten auf dem geteilten sechsten Rang den Kranz.

Bereits am Tag darauf folgt für Patrick Räbmatter der nächste Einsatz: Er startet beim Menzberg-Schwinget, das wegen den prekären Verhältnissen durch die starken Regenfälle der letzten Tage nach Willisau in die Schwinghalle verschoben wurde.

Pascal Kamber, ZT Online, 17. Juni 2021

Resultate unter esv.ch – Eidgenössischer Schwingerverband • Ranglisten

805_368745_Raebi 2021-07-17__koe8369_raebmatter_patrick_-_reichmuth_marco

Räbi-Express zum Rigi-Kranzgewinn

Erfolgreiche Teilnahme am Rigischwinget

Der Uerkner Doppeleidgenosse Patrick Räbmatter wird beim Rigi-Schwinget in Ibach Vierter und sichert sich damit den achten Bergkranz seiner Karriere. Für den 29-Jährigen ist es der erste Kranzerfolg an einem Rigi-Schwinget.

Samuel Giger war beim Rigi-Schwinget in Ibach eine Klasse für sich: Der 23-jährige Thurgauer gewann das Bergkranzfest mit sechs Siegen hochüberlegen. Im Schlussgang bodigte Giger den zweifachen Innerschweizer Eidgenossen Mike Müllestein in der sechsten Minute. Damit wurde Giger seiner Favoritenrolle gerecht. In Abwesenheit der stärksten «Lokalmatadoren» Joel Wicki, Pirmin Reichmuth und Sven Schurtenberger liess er von Beginn an nie Zweifel an seiner Überlegenheit aufkommen.

Viermal mit dem Gegner kurzen Prozess gemacht

Diese Dominanz bekam auch Patrick Räbmatter zu spüren: Im dritten Gang blieb der Uerkner Doppeleidgenosse gegen Samuel Giger ohne Chance. Der «Räbi-Express» geriet ob dieser Niederlage aber nicht ins Stocken. Nach zwei kompromisslosen Siegen gegen Josef Portmann und Christian Odermatt im Anschwingen machte Räbmatter auch im vierten Gang mit Lukas Lemmenmeier kurzen Prozess. Zum dritten Mal an diesem Tag lag der Gegner nach weniger als zehn Sekunden auf dem Rücken, zum dritten Mal resultierte für Räbmatter eine glatte Zehn.

Mit einer Niederlage gegen den 18-jährigen Ostschweizer Werner Schlegel nahm sich der Aargauer danach aber gleich selber aus dem Schlussgang-Rennen. «Auf den Schlussgang habe ich mich gar nicht geachtet. Mein Ziel war der Bergkranz», sagte Räbmatter, der beide Niederlagen auf fehlende Automatismen zurückführte. «Gegen Giger darf man verlieren, er ist einer der besten Schwinger. Schlegel ist ein junger Athlet, gegen den ich zum ersten Mal geschwungen habe», sagte der 29-Jährige.

Das angestrebte Eichenlaub sicherte sich Patrick Räbmatter mit einem abermals klaren Erfolg gegen Roland Reichmuth im sechsten Gang. Nach je drei Bergkränzen auf dem Weissenstein und auf dem Stoos sowie einem auf dem Brünig reüssierte «Räbi» erstmals in seiner Laufbahn beim Rigi-Schwinget. Die 57,00 Punkte reichten dem Leader des Schwingklubs Zofingen am Ende für den vierten Platz. Eine ausgeglichene Bilanz konnte Aaron Rüegger vorweisen: Der 22-jährige Rothrister siegte, verlor und stellte jeweils zwei Gänge und beendete den Wettkampf auf dem geteilten 13. Platz.

Pascal Kamber, Zofinger Tagblatt, 12. Juli 2021

Resultate unter esv.ch – Eidgenössischer Schwingerverband • Ranglisten