Räbi allein auf weiter Flur – und ein Hoffnungsträger

Spannungarmer 41. Zofinger Klubschwinget

Wie schon vor Jahresfrist dominierte Patrick Räbmatter (Uerkheim) auch die 41. Ausgabe des Klubschwingets im Zofinger Schwingkeller. Er liess dabei nichts anbrennen und trug sich zum insgesamt sechsten Mal in die Siegerliste ein.

 Früher war das Klubschwinget gleichzeitig der Auftakt in die Saison nach einem harten Wintertraining. Da aber immer mehr Hallenschwinget durchgeführt werden, ist diese Affiche etwas verloren gegangen. Das Teilnehmerfeld präsentierte sich mit neun Startenden eher mager. Immerhin waren vier Kranzer am Start. Diese konnten jedoch dem Teamleader keine Paroli bieten. Aaron Rüegger (Rothrist) durfte wenigstens die Zinnkanne in Empfang nehmen. Kornel Arnold (Reiden) stellte sehr oft, was eine bessere Platzierung verhinderte. Der spontan angetretene Hannes Wilhelm (Safenwil) zeigte eine gute Leistung. Schade dass er seine Karriere nicht fortsetzen will. Beim Gang mit seinem Schwager Räbi, bei welchem jeweils rund 140 kg aufeinander trafen, blitze nochmals sein Talent und schwingerischer Instinkt auf. Schlussendlich ging der Sieg dann doch an den Eidgenossen. Der Technische Leiter Simon Schär (Schöftland), ebenfalls Kranzer, wird wohl verletzungsbedingt nicht mehr ins Sägemehl zurückkehren. Dafür zeigte sein Namensvetter Jonas Schär (Aarburg, nicht verwandt) nach seiner Rückkehr aus der Duchrdiener RS gute sehr Ansätze. So bodigte er etwas ENST-Sieger Yanik Bucher (Rothrist) souverän. Im Schlussgang traf er dann auf Räbi. Nach guter Wegenwehr verlor wie schon im zweiten Gang. Trotz der Niederlage reslutiere der zweite Schlussrang. Der knapp zwei Meter grosse Athlet ist der Hoffungsträger für die kommende Saison. Die drei jungen Aktiven Justin Schmid (Strengelbach), Enea Grob (Boningen) sowie Nico Stadelmann (Brittnau) rundeten die Rangliste ab.

Bei den Zofingern hat sich hinter Räbi erneut keine klare Nummer zwei herauskristallisiert. Ein weiterer Kranzgewinn für die beiden Kranzer Kornel Arnold und Aaron Rüegger ist diese Saison nur dann möglich, wenn alles zusammenpasst. Mögliche Kranzanwärter sind Jonas Schär und Yanik Bucher. Und vielleicht gelingt ja Altmeister Markus Eggen (Mühlethal) im Herbst seiner Karriere endlich der wohlverdiente grosse Wurf – falls er überhaupt nochmals in den Ring steigt. Kranzerfolge der restlichen Aktiven wären eine grosse Überraschung. Die nächsten Wochen werden Aufschluss geben, ob sich diese Prognosen bewahrheiten oder nicht. Abgeschlossen wurde der Anlass wie immer im geselligen Rahmen beim Spanischnierli-Essen in der Linde Mühlethal.

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