Nur drei Zofinger am Guggibad Schwinget

Nick Alpiger sieht souverän

Nick Alpiger machte im Schlussgang des 58. Guggibad-Schwinget kurzen Prozess mit Reto Leuthard. Nach sechs Sekunden bezwang der Aargauer Sennenschwinger und Eidgenosse den Freiämter mit Fussstich. Alpiger hatte dem Fest von Anfang an den Stempel aufgedrückt und lag von Beginn an in Führung. Im Schlussgang hätte ihm auch ein Gestellter zum Sieg gereicht. Das schlechte Wetter – zeitweise schneite es im Guggibad – war wohl verantwortlich dafür, dass sich vor allem die Favoriten teilweise nicht eben angriffig zeigten. Sie wollten 117 Tage vor dem Eidgenössischen in Zug bei tiefen Temperaturen keine Verletzung riskieren und hielten sich zurück. So gab es denn auch ungewöhnlich viele gestellte Gänge, viele davon mit der tieferen Punktzahl von 8.75. Vorjahressieger Joel Strebel verpasste den Schlussgang aus formalen Gründen: Er hatte gleich viele Punkte auf dem Konto wie Vereinskollege Leuthard, hatte aber schon im fünften Gang gegen Alpiger im Sägemehlring gestanden. 

Die drei anderen Eidgenossen nebst Alpiger klassierten sich im vordersten Teil der Rangliste, aber nicht dort, wo man sie erwarten durfte: der Uerkner Patrick Räbmatter auf Platz 4b, der Wittnauer David Schmid auf 5a und der Untersiggenthaler Christoph Bieri auf 7e. Räbmatter liess sich drei Siege gegen Lars Voggensperger, Jörn Ris und Thomas Stüdeli sowie Gestellte gegen Reto Leuthard, Kaj Hügli und Lukas Döbeli notieren. Für den Hosenlupf im Guggibad vermochte der Schwingklub Zofingen nur drei seiner Aktiven zu mobilisieren. Dies bedeutet einen herben Rückschlag im Kampf um das Preisgeld im AMAG-Cup.

Zofinger Tagblatt, 29. April 2019

Detailresultate unter https://esv.ch/ranglisten/?anlass=4361