Räbmatter mit belohntem Risiko

Schwinget im Zurzibiet in Endingen

Die Nordwestschweizer Vorsaison ist in Endingen zu Ende gegangen. Am übernächsten Sonntag beginnt in Zofingen die Kranzfestsaison. Dafür scheint Patrick Räbmatter gerüstet. Am Schwinget im Zurzibiet erreichte der Uerkner mit fünf Siegen und einer Niederlage Rang 3a. «Heute fehlten mir die Maximalnoten, ansonsten bin ich aber zufrieden », resümierte «Räbi». Die einzige Niederlage bescherte ihm der spätere Festsieger Nick Alpiger. Dieser konterte ihn mit einem Lätz. «Da hat er mich erwischt.Ansonsten ist dieses Duell offen. Wir kennen einander aus vielen Trainingskämpfen gut», so äbmatter. In den letzten zwei Gängen erhielt er unbequeme Gegner zugeteilt. Sowohl gegen Kaj Hügli wie auch gegen Andreas Döbeli wagte «Räbi» einen Schlungg und hatte Erfolg. Zwar musste er nachdrücken, doch die Schwungauslösung erfolgte überraschend und dynamisch. «Ich habe bewusst etwas riskiert, und es hat funktioniert.» Unzufrieden zeigte er sich mit der Einteilung, obwohl ihm keine übermächtigen Schwinger gegenüberstanden. So sammelte er vor dem Heimfest wertvolle Erfahrungen gegen standhafte Konkurrenten. Das Selbstvertrauen ist intakt, und Räbmatter geniesst Respekt. «Räbi ist unberechenbar, da muss ich immer aufpassen und mir etwas einfallen lassen», so Alpiger. Enttäuschend waren die restlichen Zofinger. Nur Jonas Schär und Justin Schmid unterzogen sich der Hauptprobe. Damit kassierte Zofingen ein Streichresultat. Ein Preisgeld im Amag-Cup liegt in weiter Ferne. Schär zeigte gute Ansätze und begann mit zwei Siegen vielversprechend. Dann war die Herrlichkeit zu Ende. Dank dreier Siege blieb Schmid zweitbester Zofinger. Im Gegensatz zu Schär stand er jedoch keinen Kranzschwingern gegenüber.

Wolfgang Rytz, Zofinger Tagblatt vom 13. Mai 2019

Detailresultate unter: https://esv.ch/ranglisten/?anlass=4640