Strenges Wochenende für die Zofinger Jungschwinger

Einsätze auf dem Homberg und in Schlierbach

Gleich zwei Schwingfeste standen für die Zofinger Jungschwinger über das letzte Wochenende auf dem Programm. Auf dem Homberg lief es eher harzig, dafür konnten am Sonntag drei Zweige am Surentaler Nachwuchsschwingertag in Schlierbach erobert werden.

Unter den 96 Startenden zeigten die acht angetretenen Zofinger Jungschwinger im Grossen und Ganzen eine solide Leistung. Für die nächste Saison muss aber noch bei einigen an der Technik gefeilt werden. Insbesondere die verwöhnten Brüderpaare konnten für einmal nicht ganz an der Spitze mithalten. Leon und Lunik Steffen (Kirchleerau) erreichten je drei Siege, einen Gestellten und zwei Niederlagen. Noch schlechter erging es den Häfligers (Reiden). Tino hatte mit je zwei Siegen, Gestellten und Niederlagen noch eine einigermassen ausgeglichene Bilanz. Nicola gewann ebenfalls zwei Mal, stelle ein Mal und tauchte drei Mal. Mit dem gleichen Resultat gin Raphael von Rotz (Moosleerau) nach Hause. Yannik Meier (Reiden) schloss den Tag bei den Jüngsten sehr solid mit je drei Siegen und drei Niederlagen ab. Der spätberufene Nick Kulmer (Safenwil) kann sich immer besser in Szene setzen. Noch fehlt der letzte Zwick – doch drei Gestellte, ein Sieg und zwei Niederlagen sind für ihn mehr als in Ordnung Swen Zimmermann (Strengelbach) musste den Wettkampf leider abbrechen. Er war noch nicht ganz von Sommergrippe genesen und musste einsehen, dass es so keinen Sinn macht.

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Leistungssteigerung am Sonntag

Mit entsprechend gedämpften Erwartungen ging es am Sonntag nach Schlierbach an den Surentaler Nachwuchsschwingertag. Doch die Jungs von Obmann Lukas Steiner (Reiden) vermochten sich im Feld der 202 Teilnehmer zu steigern. Die Steffen Brüder drehten auf und sicherten sich mit je vier Siegen und zwei Niederlagen den Zweig. Der Steigerungslauf von Raphael von Rotz mit zwei Siegen zum Schluss kam zu spät. Die vier Niederlagen zu Beginn wogen zu schwer. John Krauer (Reiden) konnte zwei Siege und einen Gestellen bei drei Niederlagen verbuchen. David Gerber (Zofingen) stellte drei Mal, gewann ein Mal und musste sich zwei Mal einem Gegner beugen.

Gepannt wurde der Auftritt von Yanik Bucher (Rothrist) verfolgt. Für ihn war es im Hinblick auf das ENST ein gutes Training und ein letzter Leistungstest. Erfreulich ist dabei, dass er Gegner aus seinem Jahrgang, welche ebenfalls für Landquart qualifiziert sind, im Gegensatz zur Vorwoche auf dem Sörenberg, bezwingen konnte. Aufgrund der Kategorienbildung in Schlierbach traf er aber auch auf ältere Gegner. Hier musste er sich erstmals in dieser Saison bezwingen lassen. Dies jedoch ebenfalls durch Innerschweizer Hochkaräter, welche für den Saisonhöhepunkt qualifiziert sind. Alles in allem war es für Bucher ein erfolgreicher Abschlusstest und der darf optimistisch Richtung Bündnerland schauen. Nun folgt eine grössere Pause. Er ist September können dann beim Saisonausklang weitere Zweige erobert werden. Mal sehen, wer den Schwung bis dahin mitnehmen kann.

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Enttäuschungen statt Exploits

Kein Kranzgewinn für die Zofinger am Nordwestschweizer Schwingfest in Basel

Auf zwei Kranzgewinne hatten die Athleten des Schwingklub Zofingen und Umgebung am Nordwestschweizer Schwingfest in Basel spekuliert. Am Schluss gingen sie leer aus. Schlimmer noch: Nur vier von neun Angemeldeten stellten sich bei glühender Hitze in der Basler Sandgrube dem Kampf im Sägemehl. Fünf fehlten kurzfristig und stellten den Schwingklub Zofingen in ein wenig vorteilhaftes Licht. Patrick Räbmatter, das Zofinger Aushängeschild, zeigte sich vor dem Rangverlesen arg enttäuscht. Einerseits misslang ihm der eigene Einsatz, andererseits ärgerte er sich über die Zofinger Absenzen. «Ich habe zuletzt eine unnötige Niederlage kassiert. Aber dass wir hier in Basel nur zu viert vom Schwingklub Zofingen waren, enttäuscht mich fast noch mehr», sagte «Räbi». Der 26-jährige Uerkner «Eidgenosse» stiess im Anschwingen gegen Samuel Giger auf einen übermächtigen Konkurrenten. Während einer Minute bot er dem jungen Thurgauer «Überflieger» paroli, dann tauchte er auf einen Kurzzug. Mit drei «Pflichtsiegen » gegen Teilverbands-Kranzschwinger arbeitete sich Räbmatter auf den dritten Zwischenrang. Danach folgte aber ein ernüchternder Ausstich. Zuerst verlor Räbmatter gegen den Berner Gast Simon Anderegg. Der Aargauer kämpfte gegen den 100-fachen Kranzer auf Augenhöhe und hatte seine Chancen. Aber schliesslich konterte Anderegg entscheidend mit einem Hüfter. Somit war im sechsten Gang ein Sieg erforderlich. Gegen den 17-jährigen, einfachen Kranzschwinger Adrian Odermatt erhielt der Zofinger Leader eine lösbare Aufgabe zugeteilt. Aber der junge Baselbieter zeigte sich standhaft und wehrte sich erfolgreich gegen mehrere Angriffe des Favoriten. Da verlor Patrick Räbmatter die Nerven und wagte einen ansatzlosen Schlungg, mit dem er sich praktisch selber auf den Rücken legte. Odermatt brauchte nur noch leicht nachzudrücken für den unerwarteten Sieg. «Die Hitze war heute kein grosses Problem für mich. Aber ich habe zuletzt einfach zu viel riskiert », erklärte Räbmatter vor dem Gang in den Gabentempel geknickt. Getroffen hat ihn auch der Vorwurf seines Klubs, dass er zu wenig im Sägemehl trainiere. «Es ist richtig, dass ich nicht immer in Zofingen im Schwingkeller bin. Aber ich trainiere auch ihn Aarau, weil ich dort ideale Trainingspartner habe», so Räbmatter.

Zuletzt überfordert

Aaron Rüegger begann mit einem Plattwurf über den Solothurner Kranzer Gabriel Probst. Danach zeigte ihm aber «Eidgenosse» Remo Stalder die vorläufigen Grenzen auf. Der sehr defensiv eingestellte Nichtkranzer Adrian Kohler bremste den Rothrister mit einem «Gestellten». In der Folge erfüllte Rüegger mit zwei Siegen über Nichtkranzer die Pflicht. «Ich musste im sechsten Gang mit einem starken Gegner rechnen», kommentierte er die Zuteilung von Marcel Kropf. Gegen den Mümliswiler blieb er chancenlos. «Er erwischte mich gleich zu Beginn. Am Boden hatte ich keine Chance mehr herauszukommen», erklärte Rüegger.Die weiteren Zofinger Kornel Arnold und Justin Schmid mussten sich mit Klassierungen im hintersten Ranglistenviertel begnügen.

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Aaron Rügger in misslicher Lage gegen Marcel Kropf

Text und Foto Wolfgang Rytz, Zofinger Tablatt vom 6. August 2018

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Yanik Bucher im Soll auf dem Weg nach Landquart

Entlebucher Nachwuchsschwingertag in Sörenberg

Der Eidgenössische Nachwuchsschwingertag (ENST) in Landquart vom 26. August rückt näher. Entsprechend wirft er seine Schatten voraus und bei den qualifizierten Nachwuchsschwingern steigt die Anspannung. Das Vorbereitungsprogramm ist recht unterschiedlich. Getreu dem Motto „der Wettkampf ist das beste Training“ startete Yanik Bucher am Entlebucher Nachwuchsschwingertag in Sörenberg. Der Formtest bei den starken Innerschweizern verlief für den Rothrister recht positiv. Nach eigener Aussage verschlief er den Start etwas und stellte daher im ersten Gang. Mit etwas aktiverer Schwingweise wäre ein Sieg möglich gewesen. Dank vier Plattwürfen und einem weiteren Gestellten schloss er den Tag mit 58.00 Punkten im zweiten Rang und dem Zweiggewinn ab. „Die Wettkämpfe gegen die ebenfalls qualifizierten Innerschweizer ENST-Teilnehmer waren sehr aufschlussreich. Ich weiss jetzt wo wie mich noch steigern muss“ resümierte der Fünfzehnjährige. Etwas enttäuscht war er ob der Tatsache, dass er sich nicht mit den stärksten Einheimischen, Marc Lustenberger, messen durfte. Er rechnet nun damit, am ENST auf ihn zu treffen. Oder vielleicht schon am nächsten Sonntag am Suhrentahler Nachwuchsschiwinget? Yanik Bucher gibt diesem Fest den Vorzug gegenüber der Einladung ans Thurgauer Kantonale Nachwuchschwingfest. Mit dem Fest in Schlierbach schliesst Yanik Bucher seine Vorbereitung ab. Einen anderen Weg geht Enea Grob. Er reiste vergangene Woche mit dem Solothurner Verband ins Trainingslager nach Tenero. Nach dieser intensiven Woche verzichtet der Boninger auf weitere Schwingfestteilnahmen vor dem ENST, dies auch um die Unfallgefahr zu minimieren.

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Räbi kehrt mit einem Kranz vom Brünigschwinget heim

Mit vier Zehnern überzeugt

Der Start in den langen Schwingtag auf dem Brünig hätte für Patrick Räbmatter besser ausfallen können. Im ersten Gang traf der Uerkner auf Sven Schurtenberger. Der Eidgenosse aus Buttisholz konterte am Boden einen Angriff des 26-Jährigen und sicherte sich den Sieg. «Ich hatte etwas Pech im entscheidenden Moment, er drehte sich schneller raus als ich es erwartet hätte», kommentierte «Räbi» die Niederlage. Vom zweiten Gang an lief der Tag aber mehr nach dem Gusto des Sägemehlathleten aus dem Schwingklub Zofingen. Patrick Räbmatter bettete Dominik Zangger (Pfaffnau) auf den Rücken und liess sich eine glatte Zehn notieren. Im dritten Duell am gestrigen Tag verwertete Patrick Räbmatter einen Angriff von Daniel Nägeli zu seinen Gunsten. Auch gegen den Berner strich der Aargauer eine Zehn ein und blieb zur Mittagspause mit der Ranglistenspitze in Tuchfühlung. «Es ist mir gelungen, zu zeigen, was ich kann», wertete Patrick Räbmatter den Vormittag auf dem Brünig.

 Premiere gegen Remo Käser

Als nächstes wartete Remo Käser auf den Uerkner Brocken. Der Berner Hoffnungsträger scheint nach diversen Blessuren und deren Nachwehen wieder in Form. «Ich habe zum ersten Mal überhaupt gegen ihn geschwungen, bisher durfte ich ihm immer nur zuschauen», meinte «Räbi» und lachte. Sein Plan ging gegen den technisch versierten Gegner nicht auf, obwohl Räbmatter gut verteidigte. «Ich habe verschiedenes versucht, letztlich hat er mich aber erwischt und ich musste die Niederlage akzeptieren.» Für einen Kranzgewinn musste Patrick Räbmatter nun in den Gängen 5 und 6 siegen. Und dies gelang dem Uerkner. Weil er für seine Vollerfolge gegen Roman Sommer (Wasen) und den Kandersteger Curdin Orlik (Schlussgangteilnehmer Unspunnen 2017) erneut die Maximalnote erhielt, dröhnte nach dem Sieg gegen den Berner Oberländer ein besonders lautes Jabadabadu durch die idyllische Festarena an der Wasserscheide zwischen dem Berner Oberland und der Innerschweiz. «Auf dem Brünig einen Kranz zu gewinnen, ist einfach etwas ganz spezielles», meinte Patrick Räbmatter, «dass die Zuschauer so nahe am Geschehen sind, macht das Schwingen hier oben zu etwas besonderem. Die Stimmung und die Kulisse sind schon genial.» Auch mit seiner sportlichen Leistung am prestigeträchtigsten Bergkranzfest zeigte sich Räbi, der als einziger nebst Christian Stucki viermal eine Zehn zugesprochen erhielt, zufrieden: «Was ich ir vorgenommen hatte, konnte ich grösstenteils umsetzen.»

Zofinger Tablatt vm 30.07.2018, Melanie Gamma

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Foto Zofinger Tagblatt, Alexandra Wey / Keystone

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Foto Pascale Alpiger

Link auf die Bildergalerie von Bruno Muntwyler (Wiggertaler/Zofinger Tagblatt)

https://zofingertagblatt.ch/?id=275239&Bier%2C+Bratw%C3%BCrste+und+Bombenstimmung+am+125.+Br%C3%BCnig-Schwingfest+-+GALERIE

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Zwei Zofinger am Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag

Yanik Bucher und Enea Grob sind selektioniert.

Am 26. August findet in Landquart der Eidgenössische Nachwuchsschwingertag statt. Mit dabei sind Schwinger mit den Jahrgängen 2001, 2002 und 2003. Nun hat der Nordwestschweizer Schwingerverband seine Selektionen bekanntgegeben. Auf der Liste stehen auch zwei Zofinger Nachwuchsschwinger. Yanik Bucher (2003/Rothrist) und  Enea Grob (2003/Boningen). WIr freuen uns sehr für die Jungs und wünschen Ihnen in vier Wochen „gut Schwung“, viel Glück und einen verletzungsfreien Wettkampf . inkl. der nun noch folgenden Vorbereitungsohase.

Aus der Region sind weiter Tobias Hengartner (2003, Olten, SK Olten) sowie David Maeder (2003/Mühlethal, SK Aarau).und Pirmin Reinhard (2001/Attelwil, SK Aarau), mit dabei. Auf der Ersatzliste steht zudem Lukas Hermann (2002/Muhen, SK Aarau)

Wir wünschen dem ganzen NWS Team einen erfolgreichen Auftritt am ENST 2018 und Drücken die Daumen.

Links zum Thema:

http://www.schlussgang.ch/de/artikel/berichte/enst-2018-nwsv-hat-selektioniert

http://www.enst2019.ch