Letzter Halt vor Landquart

Zusammenzug des NWS-Kaders in Bad Ramsach

Etwas mehr als eine Woche vor dem Saisonhöhepunkt, dem Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag in Landquart, trafen sich die selektionierten Teilnehmer (sieben je Jahrgang plus zwei Ersatzleute) des Nordwestschweizerischen Schwingerverbands in Bad Ramsach zu den letzten Vorbereitungen. Magnus Döbeli (Sarmenstorf), welcher die Nachwuchsarbeit im Verband verantwortet, orientiere über die letzten Neuigkeiten und den Ablauf am Festtag. Die Aargauer können zusätzlich mit der Unterstützung ihres Obmanns, Roger Schenk (Kirchleerau) rechnen. Ein weiterer Höhepunkt war die Abgabe der Bekleidung. Damit ist ein einheitlicher Auftritt in der Bündner Herrschaft garantiert. Abgeschlossen wurde der Abend mit einem feinen Motivations Cordon Bleu. Nun ist alles bereit und die Nervosität steigt. Es bleibt zu hoffen, dass der grosse Aufwand auch zu den erhofften Resultaten führt.

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Nicht mehr als die Pflicht erfüllt

Die Zofinger Schwinger sichern sich am Homberg-Schwinget ob Reinach das
vierte Preisgeld im Amag-Cup – als Bester landet der Reider Kornel Arnold auf Platz fünf

Die Zofinger Schwinger gewinnen mit der Minimalbesetzung von vier Teilnehmern am Homberg-Schwinget ob Reinach das vierte Preisgeld in der Vereinswertung um den Amag-Cup. Im Kampf um einen Spitzenplatz spielte das Quartett aber keine Rolle. Stattdessen glänzten andere – beispielsweise Marcel Bieri. Der Zuger konnte den Homberg-Schwinget bei seiner dritten Teilnahme erstmals gewinnen. Bieri besiegte im Schlussgang nach 1:53 Minuten den Oberentfelder Tobias Widmer mit seinem Spezialkurz. Dem zuvor klar führenden Widmer blieb als Trost immerhin Rang 2 vor dem für den Klub Freiamt schwingenden Luzerner Fabian Winiger. Der Technische Leiter des Schwingklubs Zofingen, Simon Schär, sprach von einer «akzeptablen Leistung» der vier anwesendenSchwinger. Kornel Arnold, Patrick Räbmatter und Schär selbst behaupteten sich unter den 48 Schwingern immerhin im vordersten Ranglistenviertel. Ein Exploit gelang aber auch dem am besten platzierten «Könu» Arnold nicht. Der klein gewachsene Reider kam in der ersten Wettkampfhälfte mit drei «Gestellten» nicht auf Touren, bezwang danach aber drei Nichtkranzer, darunter zwei zähe Luzerner Gäste. Dank zwei Plattwürfen stiess er sogar noch auf Rang 5a vor. «Da fehlt noch etwas zum vollen Leistungsvermögen», zeigte er sich selbstkritisch. Der Zofinger Leader Patrick Räbmatter erlebte derweil einen weiteren harzigen Wettkampftag mit einem Fehlstart gegen Stephan Studinger. Weil der Uerkner «Eidgenosse » nebst drei Siegen auch noch zwei «Gestellte» hinnehmen musste, kam er nicht übers vordere Mittelfeld hinaus. «Es lief heute nicht gut. Ich freue mich auf die Ferien im September», blickte Räbmatter dem Saisonende entgegen. Mit drei Plattwürfen gegen Nichtkranzer behauptete sich auch Simon Schär im vorderen Mittelfeld. Als wertvoller vierter Zofinger Schwinger trat Justin Schmid an. Der 16-jährige Strengelbacher gewann immerhin seinen letzten Gang und tankte etwas Selbstvertrauen.

Analyse steht an

Obwohl die Rothrister Gebrüder Azret und Ilber Jusufi erneut unentschuldigt fehlten, sicherte sich das Zofinger Quartett den anvisierten vierten Rang im Amag-Cup hinter Aarau, Fricktal und Lenzburg. «Minimalzielerreicht, aber wir müssen in unseren Reihen über die Bücher gehen», zeigte sich Simon Schär nur halbwegs zufrieden mit der Klubbilanz. Am nächsten Wochenende folgt als Abschluss der Kranzfestsaison das «Basellandschaftliche » in Schönenbuch. Nur mit einerdeutlichen Leistungssteigerung können sich die Zofinger ennet dem Jura einen Kranzgewinn erhoffen.

Wolfgang Rytz, Zofinger Tagblatt vom 13.08.2018

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Fotos Wolfgang Rytz

Detailresultate unter: https://esv.ch/ranglisten/?anlass=4164

Strenges Wochenende für die Zofinger Jungschwinger

Einsätze auf dem Homberg und in Schlierbach

Gleich zwei Schwingfeste standen für die Zofinger Jungschwinger über das letzte Wochenende auf dem Programm. Auf dem Homberg lief es eher harzig, dafür konnten am Sonntag drei Zweige am Surentaler Nachwuchsschwingertag in Schlierbach erobert werden.

Unter den 96 Startenden zeigten die acht angetretenen Zofinger Jungschwinger im Grossen und Ganzen eine solide Leistung. Für die nächste Saison muss aber noch bei einigen an der Technik gefeilt werden. Insbesondere die verwöhnten Brüderpaare konnten für einmal nicht ganz an der Spitze mithalten. Leon und Lunik Steffen (Kirchleerau) erreichten je drei Siege, einen Gestellten und zwei Niederlagen. Noch schlechter erging es den Häfligers (Reiden). Tino hatte mit je zwei Siegen, Gestellten und Niederlagen noch eine einigermassen ausgeglichene Bilanz. Nicola gewann ebenfalls zwei Mal, stelle ein Mal und tauchte drei Mal. Mit dem gleichen Resultat gin Raphael von Rotz (Moosleerau) nach Hause. Yannik Meier (Reiden) schloss den Tag bei den Jüngsten sehr solid mit je drei Siegen und drei Niederlagen ab. Der spätberufene Nick Kulmer (Safenwil) kann sich immer besser in Szene setzen. Noch fehlt der letzte Zwick – doch drei Gestellte, ein Sieg und zwei Niederlagen sind für ihn mehr als in Ordnung Swen Zimmermann (Strengelbach) musste den Wettkampf leider abbrechen. Er war noch nicht ganz von Sommergrippe genesen und musste einsehen, dass es so keinen Sinn macht.

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Detailresultate unter: https://esv.ch/ranglisten/?anlass=4185

Leistungssteigerung am Sonntag

Mit entsprechend gedämpften Erwartungen ging es am Sonntag nach Schlierbach an den Surentaler Nachwuchsschwingertag. Doch die Jungs von Obmann Lukas Steiner (Reiden) vermochten sich im Feld der 202 Teilnehmer zu steigern. Die Steffen Brüder drehten auf und sicherten sich mit je vier Siegen und zwei Niederlagen den Zweig. Der Steigerungslauf von Raphael von Rotz mit zwei Siegen zum Schluss kam zu spät. Die vier Niederlagen zu Beginn wogen zu schwer. John Krauer (Reiden) konnte zwei Siege und einen Gestellen bei drei Niederlagen verbuchen. David Gerber (Zofingen) stellte drei Mal, gewann ein Mal und musste sich zwei Mal einem Gegner beugen.

Gepannt wurde der Auftritt von Yanik Bucher (Rothrist) verfolgt. Für ihn war es im Hinblick auf das ENST ein gutes Training und ein letzter Leistungstest. Erfreulich ist dabei, dass er Gegner aus seinem Jahrgang, welche ebenfalls für Landquart qualifiziert sind, im Gegensatz zur Vorwoche auf dem Sörenberg, bezwingen konnte. Aufgrund der Kategorienbildung in Schlierbach traf er aber auch auf ältere Gegner. Hier musste er sich erstmals in dieser Saison bezwingen lassen. Dies jedoch ebenfalls durch Innerschweizer Hochkaräter, welche für den Saisonhöhepunkt qualifiziert sind. Alles in allem war es für Bucher ein erfolgreicher Abschlusstest und der darf optimistisch Richtung Bündnerland schauen. Nun folgt eine grössere Pause. Er ist September können dann beim Saisonausklang weitere Zweige erobert werden. Mal sehen, wer den Schwung bis dahin mitnehmen kann.

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Detailresultate unter: https://esv.ch/ranglisten/?anlass=4123

Enttäuschungen statt Exploits

Kein Kranzgewinn für die Zofinger am Nordwestschweizer Schwingfest in Basel

Auf zwei Kranzgewinne hatten die Athleten des Schwingklub Zofingen und Umgebung am Nordwestschweizer Schwingfest in Basel spekuliert. Am Schluss gingen sie leer aus. Schlimmer noch: Nur vier von neun Angemeldeten stellten sich bei glühender Hitze in der Basler Sandgrube dem Kampf im Sägemehl. Fünf fehlten kurzfristig und stellten den Schwingklub Zofingen in ein wenig vorteilhaftes Licht. Patrick Räbmatter, das Zofinger Aushängeschild, zeigte sich vor dem Rangverlesen arg enttäuscht. Einerseits misslang ihm der eigene Einsatz, andererseits ärgerte er sich über die Zofinger Absenzen. «Ich habe zuletzt eine unnötige Niederlage kassiert. Aber dass wir hier in Basel nur zu viert vom Schwingklub Zofingen waren, enttäuscht mich fast noch mehr», sagte «Räbi». Der 26-jährige Uerkner «Eidgenosse» stiess im Anschwingen gegen Samuel Giger auf einen übermächtigen Konkurrenten. Während einer Minute bot er dem jungen Thurgauer «Überflieger» paroli, dann tauchte er auf einen Kurzzug. Mit drei «Pflichtsiegen » gegen Teilverbands-Kranzschwinger arbeitete sich Räbmatter auf den dritten Zwischenrang. Danach folgte aber ein ernüchternder Ausstich. Zuerst verlor Räbmatter gegen den Berner Gast Simon Anderegg. Der Aargauer kämpfte gegen den 100-fachen Kranzer auf Augenhöhe und hatte seine Chancen. Aber schliesslich konterte Anderegg entscheidend mit einem Hüfter. Somit war im sechsten Gang ein Sieg erforderlich. Gegen den 17-jährigen, einfachen Kranzschwinger Adrian Odermatt erhielt der Zofinger Leader eine lösbare Aufgabe zugeteilt. Aber der junge Baselbieter zeigte sich standhaft und wehrte sich erfolgreich gegen mehrere Angriffe des Favoriten. Da verlor Patrick Räbmatter die Nerven und wagte einen ansatzlosen Schlungg, mit dem er sich praktisch selber auf den Rücken legte. Odermatt brauchte nur noch leicht nachzudrücken für den unerwarteten Sieg. «Die Hitze war heute kein grosses Problem für mich. Aber ich habe zuletzt einfach zu viel riskiert », erklärte Räbmatter vor dem Gang in den Gabentempel geknickt. Getroffen hat ihn auch der Vorwurf seines Klubs, dass er zu wenig im Sägemehl trainiere. «Es ist richtig, dass ich nicht immer in Zofingen im Schwingkeller bin. Aber ich trainiere auch ihn Aarau, weil ich dort ideale Trainingspartner habe», so Räbmatter.

Zuletzt überfordert

Aaron Rüegger begann mit einem Plattwurf über den Solothurner Kranzer Gabriel Probst. Danach zeigte ihm aber «Eidgenosse» Remo Stalder die vorläufigen Grenzen auf. Der sehr defensiv eingestellte Nichtkranzer Adrian Kohler bremste den Rothrister mit einem «Gestellten». In der Folge erfüllte Rüegger mit zwei Siegen über Nichtkranzer die Pflicht. «Ich musste im sechsten Gang mit einem starken Gegner rechnen», kommentierte er die Zuteilung von Marcel Kropf. Gegen den Mümliswiler blieb er chancenlos. «Er erwischte mich gleich zu Beginn. Am Boden hatte ich keine Chance mehr herauszukommen», erklärte Rüegger.Die weiteren Zofinger Kornel Arnold und Justin Schmid mussten sich mit Klassierungen im hintersten Ranglistenviertel begnügen.

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Aaron Rügger in misslicher Lage gegen Marcel Kropf

Text und Foto Wolfgang Rytz, Zofinger Tablatt vom 6. August 2018

Detailresultate unter: https://esv.ch/ranglisten/?anlass=3346

Yanik Bucher im Soll auf dem Weg nach Landquart

Entlebucher Nachwuchsschwingertag in Sörenberg

Der Eidgenössische Nachwuchsschwingertag (ENST) in Landquart vom 26. August rückt näher. Entsprechend wirft er seine Schatten voraus und bei den qualifizierten Nachwuchsschwingern steigt die Anspannung. Das Vorbereitungsprogramm ist recht unterschiedlich. Getreu dem Motto „der Wettkampf ist das beste Training“ startete Yanik Bucher am Entlebucher Nachwuchsschwingertag in Sörenberg. Der Formtest bei den starken Innerschweizern verlief für den Rothrister recht positiv. Nach eigener Aussage verschlief er den Start etwas und stellte daher im ersten Gang. Mit etwas aktiverer Schwingweise wäre ein Sieg möglich gewesen. Dank vier Plattwürfen und einem weiteren Gestellten schloss er den Tag mit 58.00 Punkten im zweiten Rang und dem Zweiggewinn ab. „Die Wettkämpfe gegen die ebenfalls qualifizierten Innerschweizer ENST-Teilnehmer waren sehr aufschlussreich. Ich weiss jetzt wo wie mich noch steigern muss“ resümierte der Fünfzehnjährige. Etwas enttäuscht war er ob der Tatsache, dass er sich nicht mit den stärksten Einheimischen, Marc Lustenberger, messen durfte. Er rechnet nun damit, am ENST auf ihn zu treffen. Oder vielleicht schon am nächsten Sonntag am Suhrentahler Nachwuchsschiwinget? Yanik Bucher gibt diesem Fest den Vorzug gegenüber der Einladung ans Thurgauer Kantonale Nachwuchschwingfest. Mit dem Fest in Schlierbach schliesst Yanik Bucher seine Vorbereitung ab. Einen anderen Weg geht Enea Grob. Er reiste vergangene Woche mit dem Solothurner Verband ins Trainingslager nach Tenero. Nach dieser intensiven Woche verzichtet der Boninger auf weitere Schwingfestteilnahmen vor dem ENST, dies auch um die Unfallgefahr zu minimieren.

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