Leon Steffen rettet die Zofinger Ehre

Zofinger Nachwuchs am 18. Fricktaler Abendschwinget in Effingen

Für einmal lief es den Zofinger Nachwuchsschwingern nicht wie gewohnt. Von den sieben Startenden vermochte nur Leon Steffen einen Zweig zu ergattern.

Vor 1100 gut gelaunten Zuschauern traten am letzten Samstagnachmittag 122 Nachwuchsschwinger beim 18. Fricktaler Abendschwinget in Effingen an. Die sieben angereisten Thutstädter blieben dabei grösstenteils hinter den Erwartungen zurück. Positive Ausnahme bildete Leon Steffen aus Kirchleerau. Er konnte vier Siege realisieren. Damit hatte er die erhoffte Auszeichnung auf sicher. Sein Bruder Lunik kam jedoch für einmal mit seinem Spezialschwung „Bärendruck“ nicht sehr weit. Er muss für die Zukunft technisch vielseitiger werden. Auch die beiden Reidner Brüder Tino und Nicola Häfliger konnten nicht wie gewohnt brillieren. Wobei gerade Tino mit zwei Gästen hart eingeteilt wurde und ihm am Schluss ein Gestellter gegen einen jüngeren Schwinger zum Verhängnis wurde. Yannik Meier (Reiden) erreichte zwei Siege und einen Gestellten, Raphael von Rotz (Moosleerau) kehrte zwei Gegner auf den Rücken und David Gerber (Zofingen) schloss sein Pensum mit einem Sieg und einem Gestellten im ab.

Mit Yanik Bucher (Rothrist) und Enea Grob (Bonigen) fehlte die Spitze des Zofinger Nachwuchses.. Sie verpassten dabei eine Chance im Hinblick auf den ENST. Mit Thomas Burkhalter (Homburg TG) und This Kolb (Affeltrangen) waren zwei Ostschweizer Topshots mit am Start. Dass es in Landquart nicht einfach werden wird, konnte David Maeder (Mühlethal, SK Aarau) am eigen Leib erfahren. Er verlor gegen beide Gäste. Mit vier Siegen holte er den Zweig gleichwohl. Aber Bucher, Grob und auch Tobias Hengartner (SK Olten Gösgen) welche in der gleichen Liga wie Maeder sind, durften gewarnt sein. Der Weg zum ENST Zweig dürfte beschwerlicher als gedacht werden.

IMG-20180714-WA0033IMG-20180714-WA0030

Detailresultate unter: https://esv.ch/ranglisten/?anlass=4181

Aussentraining beim Ruttigerhof in Olten

Wiederum landete ein Teil des Sägemehls des Nilaus Thut Schwingets auf dem Ruttigerhof der Familie Hengartner in Olten. Wie schon in den Vorjahren nutzen die Mitglieder des SK Olten-Gösgen und des SK Zofingen den lauschigen Aussenplatz für Trainings während den Sommerzeit, da der Schwingkeller in den Schulferien üblicherweise geschlossen ist.

IMG-20180712-WA0009IMG-20180712-WA0014

Fotos Frank Bucher

Jubiläumssieg für Yanik Bucher

9. Engelberg Nachwuschsschwinget ob Dulliiken SO

Yanik Bucher sicherte sich auch den Sieg am Engelberg Nachwichsschwinget ob Dulliken. Zehn weitere Thutstädter massen sich am „zweiten“ Heimfest der Region mit gleichartigen Burschen. Leider wurden sie vom Sog ihres Teamleaders nicht mitgezogen und erreichten für einmal keine weiteren absoluten Topplatzierungen.

Der 15-jährige Rothrister feierte seinen Abschluss an der Bezirksschule gleich noch mit einem kleinen Jubiläum. Zum 25. Mal durfte er sich von seinen Schwingklubkameraden als Festsieger schultern lassen. Da sein Klubkollege Enea Grob (Boningen) fehlte und keine Gegner zurückbinden konnte, war Bucher auf sich selbst gestellt. Die ersten drei Aufgaben löste er souverän. Bereits im vierten Gang kam es zum Klassiker mit seinem Freund Tobias Hengartner vom gastgebenden Schwingklub Olten-Gösgen. Kurz vor Ablauf der Gangdauer bettete Bucher seinen Kontrahenten ins Kurzholz. Dies gelang ihm im fünften Gang gegen den stämmigen David Maeder (Mühlethal, SK Aarau) nicht. Nach einem intensiven uns ausgeglichenen Kampf endete dieser gestellt. Einzig zu diskutieren gab die Punktevergabe, welche mit 8.75 dem Gezeigten bei weitem nicht gerecht wurde. Im Schlussgang gab es nach kurzem Abtasten schnell eine Entscheidung. Bucher bezwang nach 1:31 Minuten Dominik Burren (Kienberg) mit Hochschwung.

Für einmal nicht ganz die gewohnten Leistungen konnten die Kirchleerauer Brüder Lunik und Leon Steffen anknüpfen. Ihre Mutter machte den folgen Grund aus: „Schon am Vormittag musste zu Hause gerammelt und gekämpft werden. Da fehlte am Nachmittag die notwenige Kraft“. Leon lieferte jedoch mit vier gewonnen Gängen die gewohnt gute Leistung ab. Auch das zweite Brüderpaar, die Reidner Tino und Nicola Häfliger legten weniger Gegner als gewohnt aufs Kreuz. Ob’s am gleichen Grund lag, wie bei den Steffens, ist nicht bekannt. Gleiches gilt auch für die Safenwiler Brüder Nik und Leon Zinsel. Nik konnte bei den Jüngsten immerhin drei Siege verbuchen. John Krauer (Reiden) musste den Wettkampf nach dem vierten Gang infolge Schulterprellung aufgeben. David Gerber (Zofingen) und Nick Kulmer (Safenwil) hatten auf ihrem Notenblatt je einen Sieg und einen Gestellten stehen.. Swen Zimmermann (Strengelbach) siegte zwei Mal und stelle ein Mal. Alle jenen, welche nicht in die Ferien gefahren sind, ergibt sich am Fricktalerabenschwinget vom nächsten Samstag in Effingen die Möglichkeit zur Leistungssteigerung.

buerki-steffen2ahaefligernic-oben2abucher-maeder3abucher-siegerpose1zIMG-20180708-WA0005

Detailresulate unter: https://esv.ch/ranglisten/?anlass=4261

Räbi einziger Zofinger auf dem Engelberg

Anderes Schwergewicht siegt am 9. Engelbergschwinget ob Dulliken

Der Buchser Tiago Vieira hat zum zweiten Mal nach 2014 den EngelbergSchwinget ob Dulliken gewonnen.Der nicht minder gewichtige Patrick Räbmatter musste sich mit Rang 3b begnügen.

Angeblich 1350 Zuschauer säumten den stimmungsvollen Schwingfestplatz auf der Engelberg-Hochebene. 37 Aktive und 102 Jungschwinger standen sich im Sägemehl gegenüber. Den Festsieg holte sich zum zweiten Mal innert vier Jahren Tiago Vieira. Der Schwergewichter aus den Reihen des Schwingklubs Aarau besiegte den favorisierten Bruno Gisler gleich zweimal und triumphierte am Schluss mit zwei ganzen Punkten Vorsprung. Er hatte schon nach fünf Gängen als Sieger festgestanden. Trotzdem gab er auch in der Endausmarchung nochmals vollen Einsatz und besiegte Vorjahressieger Gisler bei seinem voraussichtlich

letzten Regionalschwingfest mit einem Wyberhaken sehr spektakulär. Die grosse Zuschauerkulisse, die sich mehrheitlich am schattigen Waldrand aufhielt, spendete anerkennenden Applaus, obwohl viele dem Solothurner Leader bei seinem letzten Engelberg-Auftritt einen dritten Tagessieg nach 2010 und 2017 gegönnt hätten.

Ausgelaugter Räbi

Mit offensichtlich halbleeren Batterien trat das Zofinger Aushängeschild Patrick Räbmatter an. Zum Auftakt brachte der Uerkner zwar Bruno Gisler bei einem Angriff ernsthaft in Schwierigkeiten. Doch der dreifache «Eidgenosse», der in zwei Wochen zurücktritt, rettete sich knapp aus der Unterlage. Als sich ein «Gestellter» abzeichnete, wagte «Räbi» einen Schlungg. Diese Absicht durchschaute der Routinier und konterte erfolgreich. Nach zwei Siegen mit der Maximalnote bremste der defensiv eingestellte Attelwiler Kaj Hügli den Uerkner mit einem «Gestellten» definitiv aus der Entscheidung. Nochmals zwei Plattwürfe gegen Thomas Stüdeli und Beat Lisser verhalfen immerhin noch zu Rang 3b. «Es läuft zurzeit nicht rund», runzelte PatrickRäbmatter nach der kühlenden Dusche die Stirn. Er habe wohl in den letzten Wochen zu viele Schwingfeste bestritten. Deshalb will er am nächsten Wochenende den Fricktaler Abendschwinget in Effingen auslassen. Anschliessend folgen sechs Schwingfeste an fünf Wochenenden, darunter die Bergfeste auf dem Weissenstein und Brünig.

raebi-gisler1a

Zofinger Tagblatt, 9. Juli 2018, Wolfgang Rytz
Bild Wolfgang Ryttz

Detailresultate hier: https://esv.ch/ranglisten/?anlass=4260