Zwei Nachwuchsschwingfeste an einem Wochenende

Furioses Schlussfeuerwerk der Zofinger Jungschwinger

Zum Saisonschluss trumpften die Zofinger Jungschwinger nochmals so richtig auf. Gleich alle Thutstädter kehrten vom Freiämter Jungschwingertag in Aristau mit dem Zweig nach Hause.

Ein äussert erfolgreiches Comback gab dabei der Rothrister Yanik Bucher. Nach seiner Verletzungspause kehrte er wie wenn nie etwas gewesen wäre in den Sägemehlring zurück. Mit einem feinen zweiten Rang holte er sich sicher die notwendige Motivation für das kommende harte Wintertraining. Sein grosses Ziel wird sein, am Eidgenössischen Nachwuchsschwinger Tag, welcher ziemlich genau in einem Jahr in Landquart stattfindet, für Furore zu sorgen. Was sich schon lange abgezeichnet hatte, wurde im Freiamt Realität. Der Kichleerauer Leon Steffen realisierte seinen ersten Zweig. Da konnte sein Bruder Lunik natürlich nicht hinten anstehen. Auch er konnte die angestrebte Auszeichnung, wenn auch mit etwas Glück, ins Trockene bringen.

Dies ist nicht selbstverständlich, sind die Beiden doch bereits am Vortag am Fraumattschwinget in Oberwil BL angetreten. Und dort erst noch unter erschwerten Bedingungen, umfassten die Kategorien doch drei und nicht wie gewohnt zwei Jahrgänge. Leon Steffen erreichte drei Siege, genauso wie sein Bruder Lunik. Im Wintertraining heisst es nun an der Technik feilen. Dann sind durchaus noch bessere Resultate möglich. Jungschwingerobmann Lukas Steiner (Reiden) ist jedenfalls bereits mit der Trainingsplanung beschäftigt, „den nach der Saison ist vor der Saison“. Der Reidner Tino Häfliger hatte sich für dieses Fest das Ziel gesetzt,  drei Siege zu erreichen. Es hätte nicht viel gefehlt und es wären vier daraus geworden, Leider hatte er bei einem Gang etwas zu viel Schwung und er zog sich selber auf den Rücken, ganz wie dies ab und an auch dem Vorbild Räbi passiert. Der Boninger Enea Grob hatte mit drei Siegen und einem Gestellten ebenfalls ein gutes Notenblatt. Er zeigte wie immer vorbildlichen Einsatz und er ist ein sehr gutes Beispiel für jeden Jungschwinger.  Egal ob der Gegner grösser und mit dem Gewicht überlegen ist, Enea schwingt mit jedem gleich und geht aktiv in den Kampf.

Wettkampfbilder Aristau von Wolfgang Rytz, Gruppenfoto von Lili Bucher

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Bilder Fraumatt von Lukas Steiner

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Fraumattschwinget in Oberwil BL

Kornel Anold mit gutem Saisonabschluss

Der Sieger des diesjährigen Fraumatt-Schwinget heisst Marcel Bieri. Der Zuger Gast profitierte als lachender Dritter vom gestellten Schlussgang zwischen Christoph Bieri und Philipp Roth. Die beiden Eidgenossen boten den rund 2000 Zuschauern im Schlussgang wenig Offensivsport und neutralisierten sich gegenseitig. Beim gut besetzten Rangschwinget in Oberwil BL traten auch zwei Zofinger Aktive an. Dabei lieferte der Reider Kranzschwinger Kornel eine gute Leistung ab. Von beiden starken Baselbieter Teilverbandskranzern Christan Brand und Samuel Brun liess er sich nicht bezwingen. Mit einem weiteren Gestellten und drei Siegen resultiere am Ende ein Platz an der Ranglistenspitze. Die Wiliberger Nachwuchshoffnung realisierte zwei Siege, einen Gestellten und drei Niederlagen. Damit neigt sich die Saison der Aktiven langsam aber sicher dem Ende entgegen.

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Fotos Denise Gschwind

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Vierter Saisonkranz für Patrick Räbmatter am «Nordwestschweizerischen»

Malheur klaglos weggesteckt

Die Zofinger beendeten in Therwil die Nordwestschweizer Schwingsaison mit einer ansprechenden Gesamtleistung.

Trotz einer umstrittenen Entscheidung des Kampfgerichts feierte Patrick Räbmatter seinen 26. Kranzgewinn. Mit solchen Leistungen hätte der Schwingklub Zofingen im Amag-Cup sein Ziel erreicht. Von den neun angetretenen Aktiven erreichten alle den Ausstich. Teamleader «Räbi» brachte den Innerschweizer Gast Sven Schurtenberger in Nöte, musste sich aber doch mit einem Auftakt-«Gestellten» begnügen. Danach erledigte er die «Pflichtaufgaben» gegen Simon Stoll und Joel Brügger ohne Punkteverlust. Im vierten Gang beförderte Räbmatter Christian Brand in bekannter Manier mittels Kreuzgriff auf den Rücken. Der Baselbieter rappelte sich unverletzt aus dem Sägemehl. Der Uerkner wollte ihm bereits das Sägemehl von den Schultern wischen, als die beiden Tischkampfrichter aus nicht nachvollziehbaren Gründen das Resultat verweigerten. Brand kämpfte nun noch defensiver. «Räbi» fand kein Mittel, diese Verteidigung zu durchbrechen. Schlimmer noch: Als er in der letzten Minute riskant angriff, konterte ihn der Baselbieter aus.

Kurzen Prozess gemacht

Patrick Räbmatter steckte dieses Malheur klaglos weg. Zuerst warf er den Solothurner Kranzer Andreas Bader platt, dann machte er mit dem starken Berner Gast Ruedi Roschi kurzen Prozess. So rettete er Rang 5a und bestätigte, dass er am Unspunnenschwinget eine wichtige Stütze für den Nordwestschweizer Verband sein kann. «Er ist und bleibt für uns wichtig», zeigte sich Stefan Strebel, der Technische Leiter der Nordwestschweizer, zufrieden mit dem Resultat des Uerkner Brockens. «Ich habe den Kranzgewinn als Ziel in Therwil erreicht», atmete «Räbi» auf. Am Samstag hatte er sich mit Fieber unwohl gefühlt. Nun folgt für ihn am Samstag in Oberwil BL der Fraumattschwinget, um vollends in den Wettkampfrhythmus zurück zu finden. Zusammen mit Schwingertrainings bei den Aarauern werde er dann für den Unspunnenschwinget gerüstet sein. Vergeblich um Eichenlaub kämpften im letzten Gang Simon Schär und Azret Jusufi. Schär stand gegen Roger Erb auf verlorenem Posten. Der jüngere der Jusufi Brüder trennte sich von Andreas Bader unentschieden. Mit Siegen im letzten Gang behaupteten sich Aaron Rüegger und Markus Eggen im ersten Ranglistendritte.

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Fotos von Wolgang Rytz

Bericht von Wolfgang Rytz (Zofinger Tagblatt vom 14. August 2017)

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