Hosenlupf mitten in der Altstadt

113. Aargauer Kantonalschwingfest 2019 in Zofingen

Wenn am 26. Mai 2019 das 113. Aargauer Kantonalschwingfest ausgetragen wird, sind spektakuläre Bilder garantiert. Grund dafür ist der Austragungsort, denn die Schwinger sollen auf dem Thutplatz in Zofingen zusammengreifen.

Anlass für das besondere Wettkampfgelände ist das 100-Jahr-Jubiläum des Schwingklubs Zofingen und Umgebung. «Wir wollen etwas Spezielles. Es ist das erste Mal, dass ein Schwingfest in dieser Form im Zentrum eines mittelalterlichen Städtchens durchgeführt wird», sagt OK-Vizepräsident Hans-Ulrich Schär voller Vorfreude. Das Aargauer Kantonalfest in der Zofinger Altstadt ist eine Woche früher als üblich geplant, weil am 2. Juni 2019 in Willisau das Luzerner „Kantonale“ ausgetragen wird.

Diskussion um Durchführungsort

Nachdem sich eine Kerngruppe um den Zofinger Stadtrat und OK-Präsidenten Dominik Gresch und seine beiden Stellvertreter, SKZ-Präsidentin Silvia Wilhelm und Hans-Ulrich Schär, gebildet hatte, standen verschiedene Austragungsorte zur Diskussion. Schliesslich setzte sich aber Greschs Vorschlag mit dem Thutplatz durch.

Nach der grundsätzlichen Zusage der Stadtbehörde folgten vertiefte Abklärungen zur Machbarkeit. Eine Altstadt als Wettkampfgelände stellt besondere Anforderungen. So klärten die Verantwortlichen ab, ob der Bau einer Tribüne angesichts der engen Verhältnisse überhaupt möglich ist. Aus sicherheits- und rettungstechnischen Gründen werden voraussichtlich „nur“ 3000 Zuschauer in die Arena auf dem Thutplatz zugelassen. Auch der harte Boden birgt seine Tücken. Damit die Schwinger trotz Pflastersteinen sanft landen, werden Holzrahmen mit Holzschnitzel gefüllt. Darauf folgt eine Schicht Sägemehl für die Ringe. Keine Gedanken machen musste sich das OK über den Brunnen für die Schwinger: Dieser ist auf dem Thutplatz bereits vorhanden, darüber thronend Niklaus Thut als Schutzpatron.

Festvergabe im Dezember

Im Oktober hielt das Organisationskomitee die erste Sitzung ab, darauf gab die GV des Schwingklubs Zofingen grünes Licht für den Meilenstein in der Geschichte des Aargauer Kantonalschwingfestes. Nun gilt es für das OK, die Anwohner und Gewerbetreibenden in die Festplanung miteinzubeziehen, weil der Thutplatz länger gesperrt bleibt.

Am 9. Dezember stellt Dominik Gresch das Projekt an der Delegiertenversammlung des Aargauer Kantonalschwingerverbandes vor. Der OK-Präsident hofft dann auf das offizielle Ja für die landesweit erstmalige Austragung eines Kranzschwingfestes in einer Altstadt.

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Berichterstattung im Zofinger Tagblatt vom 28.11.2017

Lunik Steffen makellos, Yanik Bucher tadellos

5. Hausschwinget bei Möbel Berger in Oftringen

Eine schöne Tradition ist das herbstliche Hausschwinget bei der Firma Möbel Berger AG in Oftringen geworden, welches dieses Jahr am 4.November über die Bühne ging.14 Buben und ein Meitli vom heimischen Schwingklub Zofingen sowie 31 Nachwuchsschwinger von befreundeten Schwingklubs massen sich beim friedlichen Stelldichein. Erneut leuchten auch dieses Jahr die Augen der Jungschwingermütter am meisten, fand der Wettkampf auf den bewährten Turnmatten im Trockenen statt. Somit würde die Waschküche wieder einmal vom Sägemehl verschont.

Bei der fünften Ausgabe durften sich erstmals auch die Piccolos messen. Diese sind an offiziellen Wettkämpfen aus altergründen noch nicht startberechtigt. Entsprechend motiviert ging es zur Sache. Nebst einigen Tränen bei Verlieren gab es Freudentränen beim Aargauer Kantonalpräsidenten Markus Birchmeier, Döttingen. Sein ältester Sohn Aaron gewann den Schlussgang und durfte sich bei seinem ersten Schwingfest gleich als Sieger feiern lassen.

In der Kategorie der Jahrgänge 06-09 dominierte der Einheimische Lunik Steffen, Kirchleerau, das Teilnehmerfeld nach Belieben. Er stand aufgrund seiner Überlegenheit schon vor der Endausmarchung als Sieger fest. Da er auch den Schlussgang erfolgreich gestaltete, blieb er an diesem Tag ungeschlagen. Eine sehr gute Leistung zeigten auch sein Bruder Leon sowie die Reidner Brüder Tino und Nicola Häfliger.  Mila Grob, Bonigen, bot als einziges Mädchen einen guten Wettkampf, welcher ihr einen Platz im Mittelfeld einbrachte. Noch nicht ganz an der Spitze mithalten können die jüngsten Schützlinge von Jungschwingerobmann Lukas Steiner, Reiden- Aber alle zeigten eine tadellose Einstellung mit viel Herzblut.

In der Kategorie 02-05 hofften die Zuschauer ebenfalls auf einen einheimischen Sieg. Das dies schwer wird, war schon von Anfang an klar, reisten doch die Langenthaler in Topbesetzung an. Bei den Zofingern fehlten jedoch einige Cracks aus unterschiedlichen Gründen. Teamleader Yanik Bucher, Rothrist zeigte jedoch die erwartete Topleistung. Einzig der um ein Jahr ältere Severin Staub, Melchnau, konnte ihm Paroli bieten. Dies kommt nicht unerwartet, ist doch Severin Staub einer der besten Mutzen seines Jahrgangs. Nach einem Gestellten im zweiten Gang kam es zum erneuten Aufeinandertreffen im Schlussgang. Die beiden Topathleten zeigten während zehn Minuten ausgezeichnete Schwingerkost. Das Unentschieden war gerecht, hatte jedoch zur Folge, dass beide den Tagessieg verpassten. Diesen schnappte ihnen als lachender Dritter Simon Jordi, Melchnau, weg. Eine gute Leistung zeigte an seinem ersten Fest auch der spätberufene  Strengelbacher Swen Zimmermann. Carlo Baisotti, Strengelbach, wurde nach gutem Beginn von den älteren Burschen noch in die Schranken gewiesen.

Sowohl Jungschwinger als auch Aktive haben das Wintertraining nach den Herbstferien wieder aufgenommen. Die Jungschwinger freuen sich nun auf ihren Saisonabschluss, den beliebten Bänzenschwinget, welcher dieses Jahr am 3. Dezember im heimischen Schwingkeller in Zofingen stattfindet.

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Spontane Teilnahme hat sich ausgezahlt

Zofinger Jungschwinger am Nachwuchsschwinget Marbach

Sechs Zofinger Jungschwinger entschieden sich, der kurzfristigen Einladung an den Nachwuchsschwingertag in Marbach Folge zu leisten. Mit zwei Zweiggewinnen und weitern guten Leistungen lohnte sich die Reise zum Saisonabschluss ins Entlebuch für die Schützlinge von Jungschwingerobmann Lukas Steiner.

Bei 275 Startenden herrschte auf den Schwingplätzen Hochbetrieb. Aus diesem Grund gab es auch bei Jungschwingern für einmal einen Ausstich. Diesen schaffte trotz kämpferischer Leistung der Reider Nicola Häfliger knapp nicht. Seinem Bruder Tino hingegen lief es ausgezeichnet und er konnte sich seinen ersten Zweig sichern. Gleiches gelang erneut dem Kirchleerauer Leon Steffen. Sein Bruder Lunik musste den Wettkampf hingegen im vierten Gang infolge Leistenzerrung abbrechen. Ebenfalls nicht fertig schwingen konnte der Hintermooser David Baumgartner. Er zog sich im letzten Gang eine Nackenzerrung zu. Seine grossen Fortschritte bewies einmal mehr der Strengelbacher Mathias Müller. Gegen starke Innerschweizer und Berner Gegner zeigte der spätberufene Nachwuchsmann sehr gute Kämpfe. Er verpasste den Zweig aufgrund von fehlenden Maximalnoten nur knapp. Wie alle anderen kann er nun top motiviert ins Wintertraining steigen.

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Nachfolger für „Räbi“ gesucht

Gut besuchter Schnuppertag des Schwingklubs Zofingen im Perry Center Aarburg-Oftringen

Traditionsgemäss führt der Eidgenössische Schwingerverband am ersten Samstag im September quer durchs ganze Land einen Schwinger-Schnuppertag durch. Aus diesem Grund lud der Schwingklub Zofingen eine Woche nach dem glanzvollen Unspunnen Schwingfest in Interlaken Mädchen und Buben aus der Region ins Perry Center Aarburg-Oftringen ein, um sich spielerisch dem Nationalsport anzunähern. Damit nicht im ganzen Einkaufszentrum Sägemehl verstreut wurde, kam der klubeigene aufblasbare Schwingring zum Einsatz. Darin fanden schnell viele kecke Zweikämpfe statt. Wie viele „Schnupperer“ sich schlussendlich für das Schwingen als sportliche Betätigung entscheiden, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Und ob auch ein neuer Räbi mit dabei ist, wird sich erst in ein paar Jahren herausstellen. Das ist ein langer Weg. Genau wie bis zum ersten wettkampfmässigen Einsatz im Frühling 2018 – mach einem leider oft zu lang. Doch zuerst müssen die Griffe und Schwünge geübt werden. Weiter verringert sich mit der langen Anlaufphase die Verletzungsgefahr. Der Schwingklub führt derzeit eine Nachwuchsschwingerabteilung mit etwas mehr als 20 Jungschwingern. Wie Jungschwinger-Obmann Lukas Steiner betonte, können sich Jugendliche ab dem siebten Altersjahr direkt bei ihm melden (Telefon 079 576 88 73) und am Klubtraining teilnehmen. Dieses findet, ausser während den Schulferien, jeweils am Mittwoch ab 18 Uhr im Schwingkeller der Stadtsaalturnhalle in Zofingen satt.

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