Spektakel vor 1000 Zuschauern

Patrick Räbmatter verliert den Schlussgang des gut besuchten 54. Homberg-Schwinget ob Reinach gegen Joel Strebel

«Ich bin stolz auf euch, das war ein begeisternder Schwinget»: So würdigte OK-Präsident André Bergmann am Rangverlesen die Sägemehlshow der 39 Schwinger auf der Wiese beim Berggasthof. 1000 Zuschauer spendeten oft Szenenapplaus bei den angriffig geführten Zweikämpfen. Ohne Coronabeschränkung wäre die Kulisse noch grösser gewesen. Der Schwingklub Kreis Kulm musste zahlreichen Schwingerfreunden den Zutritt verwehren, weil die erlaubte Besucherzahl erreicht war.

Sportlich drückten die vier eidgenössischen Kranzschwinger dem Hosenlupf den Stempel auf. Patrick Räbmatter vom Schwingklub Zofingen lancierte den Kampf um Siegerpreis «Caluna», einem trächtigen Holsteiner Rind. Der Uerkner Brocken besiegte in einem von fünf «Eidgenossenduellen» den Sarmenstorfer Andreas Döbeli mit Kreuzgriff. Nach drei Gängen führte «Räbi» die Rangliste mit 30 Punkten an. Die Konkurrenz lag mit 1,25 Zählern und mehr zurück. Doch der zweite Freiämter Eidgenosse, Joel Strebel, verlieh dem Siegeskampf wieder Spannung. Er bodigte Räbmatter im vierten Gang mit innerem Haken. Das Einteilungsgericht wies dem Uerkner noch einen «Eidgenossen» zu, Nick Alpiger, der gestern sein Comeback gab. Alpiger hatte zu Beginn gegen Strebel gestellt. Entsprechend musste er im Kampf um den Schlussgang gegen seinen Trainingskollegen etwas riskieren. Das Duell wogte hin und her, als «Räbi» nach drei Minuten einen Schlungg wagte. Dabei lag er beinahe selber auf dem Rücken, begrub aber mit dem daraus entstehenden Schwung den favorisierten Staufener unter sich.

Beide wollten den Sieg und zeigten packenden Sport

In der Endausmarchung stand ihm zum vierten Mal an diesem Nachmittag ein «Böser» gegenüber. Wie im vierten Gang traf Räbmatter auf Joel Strebel. Auch der auf maximal zehn Minuten angesetzte Schlussgang begeisterte das Publikum, weil beide Schwinger den Sieg suchten. Räbmatter wehrte Strebels dynamischen Kurzversuche ab, ehe das Duell abflachte. Gegen Ende der fünften Minute hatte Strebel seine Kräfte wieder gesammelt und beförderte mit einem Kurzangriff samt ganzer Drehung seinen Kontrahenten auf den Rücken. Rang 2 erreichte Andreas Döbeli, der den letzten Homberg-Schwinget vor zwei Jahren gewonnen hatte, und «Räbi» Platz 3 verwies.

Bericht von Wolfgang Rytz im Zofinger Tagblatt vom 09. August 2021

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Fotos Wolfgang Rytz

Resultate unter esv.ch – Eidgenössischer Schwingerverband • Ranglisten

Stabile Hierarchie beim Zofinger Schwingernachwuchs

54. Hombergschwinget ob Reinach AG

Beim traditionellen Hombergschwinget waren unter den 107 angetretenen Jungschwingern sieben vom Schwingklub Zofingen mit dabei. Diese warteten nach der Sommerpause weiterhin mit ansprechenden Leistungen auf. Einen Schreckmoment erlebte Lunik Steffen. Der ENST-Anwärter kam aber nach einem Zusammenprall mit dem Kopf noch glimpflich davon.

Nach einem gewonnen Gang stiess der Kirchlauer Lunik Steffen unglücklich mit dem Kopf des Gegners zusammen. Die Folgen waren starke Kopfschmerzen und Übelkeit. Um die mögliche ENST Teilnahme nicht zu gefährden, brach er den Wettkampf ab. Tagesbester aus Zofinger Sicht war einmal mehr sein Bruder Leon, welcher vier Siege, einen Gestellten und die Startniederlage gegen den nachmaligen Kategoriensieger Livian Küng (Beinwil/Freiamt) auf dem Notenblatt hatte. Nicola Häfliger (Reiden) gewann zwei Mal, stellte drei Mal und landete einmal auf dem Rücken. Einen miserablen Start erwischte David Gerber aus Zofingen. Gleich drei Mal musste er sich das Sägemehl vom Rücken wischen lassen, bevor noch zwei Siege und einen gestellten realisieren konnte. Marco Felder (Strengelbach) hatte mit je drei Siegen und Niederlagen eine ausgeglichene Bilanz. Nils Haller (Holziken) stelle drei Mail, verlor zwei Mal und drehte einmal den Gegner auf die gültige Seite. Mit den gleichen Gangresultaten kehrte Yannik Meier (Reiden) nach Hause zurück. Am 14. August folgt der Basellandschaftliche Nachwuchsschwingertag in Gelterkinden. Dort geht es für die Schützlinge von Jungschwingerobmann Lukas Steiner wieder um die begehrten Zweige.

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Bilder Martin Anderegg

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